Solidarität mit bedrängten Lebensschützern in Österreich.

Aggressivität, Vandalismus und abstruse Gerichtsurteile sind heute gängige Mittel, um gegen friedliche Lebensschützer vorzugehen. Am 24.7.2011 wurde ein 1000-Kreuze Marsch in Salzburg von militanten Abtreibungsbefürwortern angegriffen und gleichzeitig Fensterscheiben des  Lebenszentrums von HLI eingeschlagen. HLI-Schweiz ist entsetzt über solche Gewalttätigkeiten gegenüber friedlichen Menschen, die sich für eine Kultur des Lebens einsetzen. Bemerkenswert ist auch ein bereits im April dieses Jahres gefälltes Grazer Gerichtsurteil, worin der Leiter von HLI-Österreich aus fadenscheinigen Gründen wegen angeblichem Stalking gegen einen Abtreibungsarzt zu einer hohen Busse verurteilt worden ist.
Meinungsfreiheit und Recht auf öffentliche Kundgebungen sind eine der Errungenschaften moderner aufgeschlossener Demokratien – so jedenfalls sollte man meinen. Zwar wird dies immer wieder proklamiert und als Fortschritt so genannt „offener Gesellschaften“ gerühmt. Doch gilt diese Toleranz heute nur für politisch korrekte Vorhaben. Während gewisse Minderheiten geschickt eine von den Mainstreammedien multiplizierte Opferrolle spielen, erfahren Christen, die sich für den Lebensschutz einsetzen, in Europa eine schwerwiegende Diskriminierung.

Von den Vorgängen in Salzburg haben wir von unseren österreichischen Freunden erst vor 3 Tagen erfahren. So fand  am 24.7.11 in Salzburg ein mutiger Einsatz gegen Abtreibungen in Form eines 1000-Kreuzemarsches statt. Die friedlichen Teilnehmer wurden jedoch von gewaltbereiten und vermummten Abtreibungsbefürwortern angegriffen. Sie präsentierten Transparente mit der Aufschrift „Gegen Reproduktionszwang“ und „Recht auf Abtreibung für alle“. Die Aggressoren mussten von der Polizei überwältigt und weiter mit Pfeffersprays in Schach gehalten werden. Von Verhaftungen ist nichts bekannt. Gleichzeitig führten 7 Vermummte eine Attacke gegen das Lebenszentrum in Salzburg, wobei mehrere Fensterscheiben eingeschlagen wurden und ein Sachschaden von um die 10‘000 Euro entstand. Dies zu den erbärmlichen „Argumenten“ einer Kultur des Todes.

Aber mindestens so bedrückend ist auch der Umstand, dass die heute praktisch gleichgeschalteten Medien die Ereignisse in Salzburg unter den Tisch gewischt haben. Gewalt gegen friedliche Lebensschützer ist keine Berichterstattung wert – denn dies käme der Ideologie des säkularen Mainstreams nicht gelegen.

Während solche Aggressionen für die Urheber offenbar folgenlos bleiben, gilt dies offenbar nicht für die Gehsteigberatung von abtreibungswilligen Schwangeren! Denn im April dieses Jahres ist der Leiter von HLI-Österreich, Dietmar Fischer wegen vermeintlichem Stalking gegen den Abtreibungsarzt Dr. Hanfstingl zu einer hohen Busse, bzw. ersatzweise 3 Monate Gefängnis verurteilt worden. Auslöser war dabei die von der Lebensschutzorganisation unterstützte Gehsteigberatung. Stalking bedeutet wiederholtes und willentliches Belästigen einer Person, die damit in Angst um die eigene Sicherheit versetzt wird.  Solches kann nun bestimmt nicht einer einvernehmlichen Beratung von Schwangeren angelastet werden. Das groteske Urteil wurde zudem erst gefällt, nachdem selbst der angeblich betroffene Dr. Hanfstingl dem Gericht gegenüber versichert hatte, dass er gar nicht einem Stalking unterworfen gewesen sei. Ein fast unglaubliches Fehlurteil, das nur durch ideologische Voreingenommenheit und richterliche Befangenheit einigermassen erklärbar ist. Dies zeigt, wie weit der ideologisierte Relativismus die Institutionen infiziert hat.

Wir sehen in diesen Vorgängen konkrete Auswirkungen einer Diktatur des Relativismus, worauf Papst Benedikt XVI. zu Recht immer wieder hinweist. Diese relativistischen Haltungen verkehren Toleranz in Intoleranz und weisen zunehmend totalitäre Züge auf.

HLI-Schweiz ist solidarisch mit seinen österreichischen Freunden, die wir gerne ins Gebet einschliessen wollen. Wir verweisen auch auf den Aufruf von Human Life International.

Quelle/Links:
http://gloria.tv/?media=179044

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