Marsch fürs Läbe am 17.9. 2011 in Zürich

Am 17.9.11, einen Tag vor dem Eidgenössischen Dank- Buss- und Bettag versammelten sich nach Angaben der Polizei etwa 1500 Personen auf dem Helvetiaplatz in Zürich, um ein klares Zeichen für den Lebensschutz und gegen die Abtreibung zu setzen.

Die Trägerschaft dieses Anlasses setzt sich bereits aus 11 verschiedenen Organisationen zusammen, darunter auch HLI-Schweiz und die VKAS. Diese gemeinsame Aktion evangelischer und katholischer Christen fand bereits zum zweiten Mal statt und erfreute  sich einer stattlichen Zunahme an Beteiligten. Leider wurde durch linksautonome Chaoten mit hohem Aggressionspotential versucht, den Anlass empfindlich zu stören oder gar aufzulösen, was ihnen allerdings dank dem resoluten Einsatz der Polizei und der vorbildlichen Gelassenheit der Teilnehmer gründlich misslang.

Im Zentrum stand diesmal die vorgeburtliche Selektion, welche  im Rahmen der Schwangerschaftsuntersuchungen behinderte Kinder im Mutterleib feststellt, und denen das Lebensrecht abgesprochen wird. Eine noch konsequentere Ausmusterung von Menschenleben erfolgt durch die Präimplantationsdiagnostik, wobei die im Labor gezeugten Embryonen mit genetischen Defekten entsorgt, andere wiederum eingefroren oder der Forschung zur Verfügung gestellt werden. Auch Behinderte wollen leben! war somit der Slogan, welcher einen sehr aktuellen Aspekt des Abtreibungsproblems aufgreift. HLI-Schweiz war unter anderem durch 5 Vorstandsmitglieder und unseren Sekretär, der aktiv im Organisationskomitee mitarbeitet, vertreten,

Die Kundgebung  auf dem Helvetiaplatz, moderiert von D. Regli, bot verschiedene Inputs, wirksam unterstützt durch den Rapper Sent und das Duo Schaub. Ein beeindruckendes Selbstzeugnis erfolgte durch eine Frau mit einer genetischen Wachstumsstörung, die als Sozialarbeiterin in der Stadt Zürich tätig ist. Sie hätte heute angesichts der grassierenden Ausmusterungsmentalität als Ungeborenes kaum mehr eine Lebenschance. Vorgestellt wurde auch eine Familie mit zwei adoptierten Kindern mit Down-Syndrom. Eines der zwei Mädchen winkte auf dem Podium der Menge zu und hatte sogleich die Herzen des Publikums erobert. Alt Nationalrat C. Waber lieferte einen engagierten Beitrag aus politischer Sicht.

Der etwa 1 stündige Umzug durch die Strassen Zürichs wurde einmal als Trauermarsch abgehalten, wobei die Teilnehmer Kreuze und Kindersärge mittrugen. In einem zweiten Teil erfolgte ein fröhliches Bekenntnis zum Leben, tatkräftig unterstützt von der Steelband „Samba Shine Jesus“, die mit ihren Darbietungen  vereinzelte Pfeifkonzerte am Strassenrand wirksam übertönte.

Die Kundgebung wurde mit dem Verlesen der „Charta für das Leben“ und einem gemeinsamen Gottesdienst auf dem Helvetiaplatz beendet. Die Predigt unseres Vizepräsidenten, Pfarrer Dr. theol. Graf fand grossen Anklang. Seine Aussage:“ Wir brauchen eine Medizin, die den Schwachen hilft, anstatt sie zu eliminieren“ wurde mit einem Applaus der Teilnehmer quittiert.

Zu erwähnen sind leider auch Störversuche Linksautonomer aus dem Umfeld des Revolutionären Bündnisses Zürich. Die beabsichtigte Wirkung blieb ihnen dank dem umsichtigen Einsatz der Stadtpolizei allerdings versagt. Sie vermochte die friedliche Demonstration für das Leben vor den aggressiven Gegendemonstranten effektiv zu schützen, die unter anderem  mit Knallpetarden vorgingen. Mehrmals sah sich die Polizei gezwungen, Wasserwerfer und Tränengas einzusetzen.

Transparente mit den üblichen gotteslästerlichen Sprüchen wurden präsentiert, in der Hoffnung, Christen damit provozieren zu können. Dass die primitiven Aktionen allerdings die Urheber selber deklassieren, ist den linksautonomen Aggressoren und Partygängern offenbar noch nicht klar geworden. Verbissene Hassprediger waren vor Ort, während die christlichen Lebensschützer die Ruhestörer noch ins Gebet einschlossen. Zwei doch sehr unterschiedliche Welten! Welche davon vorzuziehen ist, ergibt sich von selbst! Klar wurde jedenfalls: schon das kleine auf dem Podium winkende Mädchen mit Down-Syndrom hat die Unruhestörer mit ihrem Gejohle und Getröte weit, sehr weit, in den Schatten gestellt.

Mit Sorge ist hier die Bedrohungslage der Meinungsfreiheit in einem demokratischen Staat festzustellen. Dass ein friedlicher Anlass für das Leben und den Lebensschutz einen derart massiven Polizeieinsatz benötigt, gibt zu denken. Dass sich HLI-Schweiz trotz allem weiterhin konsequent und engagiert gegen die Abtreibung und  eine unselige Ausmusterungsmentalität ungeborenem Menschenleben gegenüber einsetzen wird, ist keine Frage.

 

Quelle/Links:
Weitere Angaben zum Anlass mit Bildern finden sich hier.
Video vom Marsch fürs Läbe 2011 © M.-Th. Steiner  (96 MB)

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