Neuer pränataler Test von Lifecodexx

Die Firma Lifecodexx bietet einen neuen pränatalen Test an. Es ist ein kompliziertes Verfahren, das fetale DNA (Erbsubstanz) aus dem Blut der Mutter anreichert und auf Trisomie 21 testet. Dazu werden laut Prospekt der Firma 20 Milliliter Blut benötigt. Um allein auf Trisomie 21 zu testen, würden nur 4 ml Blut benötigt. Parallel zur Einführung des Pränatest® für Trisomie 21 wird das Verfahren bereits für Trisomie 13 und 18 validiert.

Die Firma Lifecodexx bietet einen neuen pränatalen Test an. Es ist ein kompliziertes Verfahren, das fetale DNA (Erbsubstanz) aus dem Blut der Mutter anreichert und auf Trisomie 21 testet. Dazu werden laut Prospekt der Firma 20 Milliliter Blut benötigt. Der Test wird in der Schweiz seit dem 16. August offiziell angeboten. Der Preis soll Fr. 1500.- betragen. Die Befürworter dieser Testmethode führen als Argument an, dass der Embryo durch diesen Test nicht gefährdet werde wie bei den invasiven Diagnosetechniken, die etwa 1 bis 2 % Aborte auslösen.
Bei einem positiven Testergebnis von Lifecodexx, wonach das ungeborene Kind mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit Träger von Trisomie 21 ist, wird eine genauere Abklärung mit invasiver pränataler Diagnostik nahegelegt. Bestätigt sich der Befund, wird zur Abtreibung geraten. Das betroffene Paar gerät dadurch unter einen enormen Druck. Laut Studien werden 95% der Kinder nach einer invasiven PND, die von einer Anomaie betroffen sind, abgetrieben. Dieser neue Diagnosetest ist ethisch bedenklich, weil er die eugenische Mentalität fördert.

Parallel zur Einführung des Pränatest® validiert Lifecodexx das Verfahren für Trisomie 13 und 18
Die genetische Diagnostik entwickelt sich rasend schnell. Es ist absehbar, dass mit wenigen Millilitern Blut der schwangeren Frau schon bald mehrere Anomalien gleichzeitig getestet werden können. Es ist zudem sehr wahrscheinlich, dass der Test von Hochrisikoschwangerschaften früher oder später auf ein generelles Screening ausgeweitet wird.
Es ist übrigens eigenartig, dass Lifecodexx 20 ml Blut benötigt, denn für Trisomie 21 reichen laut zwei Studien 4 ml! 20 ml benötigt ein Verfahren, das bereits die Chromosomen 21, 18, 13, X und Y parallel testet. Es ist daher sehr wahrscheinlich, dass die Firma mit dem Blut der Schwangeren auch noch andere Tests durchführt. Auf Nachfrage erklärte ein wissenschaftlicher Mitarbeiter, dass tatsächlich 4 ml genügen würden. Für den Fall, dass etwas schief geht werden 10 ml für den Test auf Trisomie 21 verwendet. 10 ml dienen als weitere Absicherung und, falls die schwangere Frau das entsprechende Formular im Rahmen der genetischen Beratung unterschreibt, wird diese Probe für die Validierung des Verfahrens für Trisomie 13 und 18 verwendet. Blut, das übrig bleibt wird vernichtet.

Eugenische Mentalität
Für den dem Pränatest® gilt dasselbe, was im Dokument „Dignitas personae“ über die Präimplantationsdiagnostik gesagt wird. Die Diagnosemethode, so heisst es in Nr. 22 ist Ausdruck jener eugenischen Mentalität, welche «die selektive Abtreibung in Kauf nimmt, um die Geburt von Kindern zu verhindern, die von Missbildungen und Krankheiten verschiedener Art betroffen sind. Eine solche Denkart ist niederträchtig und höchst verwerflich, weil sie sich anmasst, den Wert eines menschlichen Lebens einzig und allein nach Maßstäben wie Normalität und physisches Wohlbefinden zu beurteilen, und auf diese Weise auch der Legitimation der Kindestötung und der Euthanasie den Weg bahnt».

Quelle/Links:

Lifecodexx: Prospekt für schwangere Frauen

Publikationen über Untersuchungen fetaler DNA im mütterlichen Blut. Angegeben ist die Menge des verwendeten Blutes. Die Publikationen sind im Volltext zugänglich.

4 ml: Canick JA, Kloza EM, Lambert-Messerlian GM, Haddow JE, Ehrich M, van den Boom D, Bombard AT, Deciu C, Palomaki GE., DNA sequencing of maternal plasma to identify Down syndrome and other trisomies in multiple gestations. Prenat Diagn 32 (2012) 730-734.
4 ml: Palomaki G.E., Deciu C., Kloza E.M., Lambert-Messerlian G.M., Haddow J.E., Neveux L.M., Ehrich M., van den Boom D., Bombard A.T., Grody W.W., Nelson S.F., Canick J.A., DNA sequencing of maternal plasma reliably identifies trisomy 18 and trisomy 13 as well as Down syndrome: an international collaborative study. Genet Med 14 (2012) 296-305.
8 ml: Sparks AB, Struble CA, Wang ET, Song K, Oliphant A., Noninvasive prenatal detection and selective analysis of cell-free DNA obtained from maternal blood: evaluation for trisomy 21 and trisomy 18. Am J Obstet Gynecol 206 (2012) 319.e1-9.
20 ml: Sehnert A.J., Rhees B., Comstock D., de Feo E., Heilek G., Burke J., Rava R.P., Optimal detection of fetal chromosomal abnormalities by massively parallel DNA sequencing of cell-free fetal DNA from maternal blood. Clin Chem 57 (2011) 1042-1049.

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