Tröstlicher Text

Der tröstlichste Text für Frauen, die abgetrieben haben

Papst Johannes Paul II. fordert in der Enzyklika Evangelium vitae jene Frauen, die sich für eine Abtreibung entschieden haben, in aller Liebe auf:

„Einen besonderen Gedanken möchte ich euch, den Frauen, vorbehalten, die sich für eine Abtreibung entschieden haben. Die Kirche weiß, wie viele Bedingtheiten auf eure Entscheidung Einfluß genommen haben können, und sie bezweifelt nicht, daß es sich in vielen Fällen um eine leidvolle, vielleicht dramatische Entscheidung gehandelt hat. Die Wunde in eurem Herzen ist wahrscheinlich noch nicht vernarbt. Was geschehen ist, war und bleibt in der Tat zutiefst unrecht.

Laßt euch jedoch nicht von Mutlosigkeit ergreifen und gebt die Hoffnung nicht auf. Sucht vielmehr das Geschehene zu verstehen und interpretiert es in seiner Wahrheit. Falls ihr es noch nicht getan habt, öffnet euch voll Demut und Vertrauen der Reue: der Vater allen Erbarmens wartet auf euch, um euch im Sakrament der Versöhnung seine Vergebung und seinen Frieden anzubieten. Eben diesem Vater und seiner Barmherzigkeit dürft ihr hoffnungsvoll euer Kind anvertrauen. 

Mit Hilfe des Rates und der Nähe befreundeter und zuständiger Menschen werdet ihr mit eurem erlittenen Zeugnis unter den beredtesten Verfechterinnen des Rechtes aller auf Leben sein können. Durch euren Einsatz für das Leben, der eventuell von der Geburt neuer Geschöpfe gekrönt und mit der Aufnahme und Aufmerksamkeit gegenüber dem ausgeübt wird, der der Nähe am meisten bedarf, werdet ihr eine neue Betrachtungsweise des menschlichen Lebens schaffen.“

(Evangelium vitae Nr. 99)

Hinweis: Es ist klar, dass der „Vater allen Erbarmens“ auch all jene erwartet und ihnen Vergebung anbietet, die an einer Abtreibung mitschuldig geworden sind, seien es der Vater des Kindes, Angehörige oder medizinisches Personal, das beteiligt ist oder die Abtreibung durchgeführt hat. Oft leiden auch sie an den seelischen Wunden, welche eine Abtreibung hinterlässt.