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Dossier: Abtreibung - Fristenlösung - Fristenregelung - Schwangerschaftsabbruch

zur Volksabstimmung vom 2. Juni 2002

Letzte Aktualisierung: 12. April 2003

CHRISTLICHE  ETHIK

Heilige Schrift:

"Du sollst nicht töten." (Ex 20,13; Dtn 5,17)

"Ungerechte Urteile hast du gefällt, Schuldlose verurteilt, aber Schuldige freigesprochen; und doch hat der Herr gesagt: Einen Schuldlosen und Gerechten sollst du nicht töten." (Dan 13,53)

"Du kennst doch die Gebote: Du sollst nicht töten, du sollst nicht die Ehe brechen, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht falsch aussagen, du sollst keinen Raub begehen; ehre deinen Vater und deine Mutter!" (Mk 10,19; vgl. Lk 18,20; Mt 19,18;)

"Denn die Gebote: Du sollst nicht die Ehe brechen, du sollst nicht töten, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht begehren!, und alle anderen Gebote sind in dem einen Satz zusammengefasst: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst." (Röm 13,9)

Frühe christliche Apologetik:

Didaché (Apostellehre, anfangs 2.Jh.): 2,2 "Du sollst nicht töten, nicht ehebrechen, ... nicht abtreiben noch ein Neugeborenes töten"

Barnabasbrief (130-132 n.Chr.) 19,5: "Du sollst nicht abtreiben, noch ein Neugeborenes wieder beseitigen!"

Die christlichen Apologeten warfen den Heiden Kindesaussetzungen und Abtreibungen vor, z.B. Minucius Felix, Octavius 30,2: "Es gibt Frauen, die im eigenen Leib den Keim des künftigen Menschen mit Giftgetränken zum Absterben bringen; sie begehen Kindesmord, noch ehe sie gebären."

Kirchliche Dokumente

Donum vitae (1987) - Evangelium vitae (1995)

Sammlung von HLI-Schweiz

Karin Struck

Abtreibung tötet eine Person - Vortrag von Karin Struck anlässlich der HLI-Tagung 2001

Philosoph Robert Spaemann

"Die schlechte Lehre vom guten Zweck."

Domherr Christoph Casetti

Die Würde des Menschen ist unantastbar

Vortrag anlässlich der Aktion für das Leben von Jugend für das Leben (HLI) am 11.05.2002 in Zürich
Leben als Christ = Leben im Gegensatz zum Evangelium? - Der Rat des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes befürwortet Fristen"lösung"
RECHT

National- und Ständerat haben am 23. März 2001 die Fristenlösung definitiv angenommen.

Hermann Imboden, alt Bundesgerichtsschreiber

Zur Revision der Strafbestimmungen über die Abtreibung - oder was dazu nicht verschwiegen werden darf

Prof. Dr. Louis Carlen

Abtreibung in der Rechtsgeschichte

HLI-Report

Zum "Schutzmodell" der CVP

Dr. med. Niklaus Zwicky, Vereinigung Katholischer Aerzte der Schweiz

Ob Fristenlösung oder "Schutzmodell" - der gesetzliche Schutz des Embryos fehlt!

Dr. med. Urs Kayser, Präsident von HLI Schweiz

Fragwürdige Entscheidungsautonomie der Frau

Dr. med. Adelheid Grüniger

Wer soll es tun?
MEDIZIN - LEIDEN DANACH

Dr. med. Niklaus Zwicky, Vereinigung Katholischer Aerzte der Schweiz

Auswertung der Tagung: Psychische Folgen des Schwangerschaftsabbruchs --- Mythen und Fakten

Stellungnahme zur Fristenlösung

Alles über die Abtreibungszahlen in der Schweiz: www.abortions.ch    

Allgemeine Literaturhinweise

Myriam ... warum weinst Du?, Stiftung Ja zum Leben - Mütter in Not

Ich sehe mein Kind im Traum, Karin Struck

Zusammenstellung der SHMK
     

Medizinische Literaturhinweise

Medizinische Fakten zum Leiden danach

Die Berichte von betroffenen Frauen, die nach der Abtreibung unsägliches Leiden durchgemacht haben, sprechen eine klare Sprache. Bücher, wie "Myriam ... warum weinst Du?" und "Ich sehe mein Kind im Traum" legen darüber Zeugnis ab.

Eine medizinische Erklärung über die physischen und psychischen Folgen der Abtreibung ist bei den Ärzten für das Leben zu finden. Andere Organisationen bieten ebenfalls Dossiers mit Literaturhinweisen an: SHMK, www.afterabortion.org und www.afterabortion.com. Ein erheblicher Teil besteht aus Literatur vor den 90er Jahren und ist damit nicht via Internet zugänglich. Aus aktuellem Anlass bieten wir eine Literaturliste an, die sich weitgehend auf eine medizinische Fachzeitschrift bezieht, die Online zugänglich ist: British Medical Journal

Erhöhte Suizidrate [8,10]

Darunter ist vor allem ein wichtiger Artikel [8], der belegt, dass die Suizidrate nach Abtreibung gegenüber dem Durchschnitt der gleichen Altersgruppe um das Dreifache erhöht ist. Vergleicht man mit der Altersgruppe von Frauen nach einer Geburt, ist die Rate sogar sechsmal höher. Auch eine andere Studie [10] kommt zum Schluss, dass die Suizidrate nach Abtreibung erhöht ist und vergleicht diese ausserdem mit der Suizidrate nach natürlichen Fehlgeburten. In jener Gruppe war die Suizidrate vor der Fehlgeburt höher als nach der Fehlgeburt.

Psychologische Komplikationen gibt es auch nach Totgeburten bzw. nach natürlichen Aborten [8]

Verschiedene Untersuchungen zeigen, dass 20 bis 30% aller Frauen nach einem natürlichen Verlust ihres ungeborenen Kindes spürbar und längere Zeit psychisch leiden. Wenn die Mutter das tote Kind nicht so lange sehen konnte, wie sie wollte, war das Risiko für Angstzustände oder Symptome von Depressionen erhöht. 

Bei einigen der unten angeführten Literaturstellen handelt es sich um Zuschriften und nicht um ausführliche Artikel. Trotzdem haben sie einiges an Aussagekraft. 

Einzelfall? Abtreibung ohne Zustimmung der Frau [5,6,4]

Janet Megage, eine Allgemeinpraktikerin reagiert entsetzt auf einen Fall, der ebenfalls im BMJ beschrieben wurde. Ein Gynäkologe trieb einer Frau das 11wöchige Kind ohne ihre Zustimmung ab mit der Begründung, dies würde ihre mentale Verfassung verbessern. In der Zuschrift erklärt die Ärztin, dass gerade das Fehlen der Zustimmung, das Fehlen von Informationen, das Fehlen der Kontrolle über ihren eigenen Körper und eine unsympathische Einstellung von Seiten des behandelnden Arztes Risikofaktoren für die Entwicklung von psychischen Störungen bilden.

Literatur:

[1] Zolese G., Blacker C.V.R., The Psychological Complications of Therapeutic Abortion: Br J Psychiatry 160 (1992) 742-749.
[2] Greer H.S., Shirley L., Lewis S.C., Belsey E.M., Breard R.W., Psychological Consequences of Therapeutic Abortion. King's Termination Study III.: Br J Psychiatry 128 (1996) 74-79.
[3] Charatan F. B., New York Doctor Guilty of Murder in Abortion Death: BMJ 311 (1995) 468.
[4] Puxon M., Patient's Consent to Abortion is Usually Necessary Even in Emergencies: BMJ 312 (1996) 446-447.
[5] Dyer C. Gynaecologist Acquitted in Hysterectomy Case. BMJ 1996;312:11-12.
[6] Menage J., Abortion without the Woman's Consent is Unlikely to Improve her Depression: BMJ 312 (1996) 908.
[7] Bryan E., Psychological Sequelae in People whose Twin Died at or before Birth are Unknown: BMJ 313 (1996) 1004-1005.
[8] Gissler M., Hemminki E., Lönnqvist J., Suicides after Pregnancy in Finland, 1987-94: Register Linkage Study: BMJ 313 (1996) 1431-1434.
[9] Radestad I., Steineck G., Nordia C., Sjogren B., Psychological Complications after Stillbirth--Influence of Memories and Immediate Management: Population Based Study: BMJ 312 (1996) 1505-1508.
[10] Morgan C.L., Evans M., Peters J.R., Currie C., Suicides after pregnancy: Mental Health May Deteriorate as a Direct Effect of Induced Abortion: BMJ 314 (1997) 902.
[11] Anonymous, Abortion - a Hell of a Decision: BMJ 321 (2000) 579.
[12] Dyer C., Gynaecologist Cleared in Hysterectomy Case: BMJ 320 (2000) 535.
LESERBRIEFE

Dr. med. Niklaus Zwicky, Vereinigung Katholischer Aerzte der Schweiz

Leserbrief zur Fristenregelung

 

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