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Meldungen aus aller Welt

Päpstliche Akademie für das Leben veröffentlich Dokument über Euthanasie 28.12.00
Das britische Parlament beschliesst mit 366:174 Stimmen die Zulassung des "therapeutischen" Klonens am Menschen 19.12.00
Gegen drei Krankheiten resistenten Stier geklont 19.12.00
Niederlanden: Parlament erlaubt zivile Trauung von homoxexuellen Paaren 19.12.00
England: Drei Embryonen statt zwei verpflanzt: Gerichtsentscheid zugunsten der Eltern von Drillingen 03.12.00
England: In 25 Jahren hat sich der Kondomverbrauch und die Anzahl der "Notfall-Kontrazeptionen" versechsfacht. 03.12.00

Vatikan: Erklärung über die Herstellung sowie die wissenschaftliche und therapeutische Verwendung von menschlichen Stammzellen    (www.academiavita.org)    [mehr kirchliches...]

08.11.00
Vandalenakte auf Lebenszentrum von HLI-Österreich 17.10.00
Bald rezeptfreie Abgabe der «Pille danach» in Frankreich? 07.10.00
Europäischem Patentamt liegt Antrag auf Patent für Mensch-Schwein-Mischwesen vor  07.10.00
Retortenbaby - erstmals nicht Wunschkind, sondern Zellenspender 07.10.00

Schwimmende Abtreibungsklinik in internationalen Gewässern geplant

21.09.00
Grossbritanniens Regierung erlaubt therapeutisches Klonen 20.08.00

Zu riskant: Die "Dolly-Forscher" in Edinburgh stellen Forschung mit geklonten Schweinen für Xenotransplantation ein,

14.08.00
Pater R. Welch, Präsident von Human Life International, ist zurückgetreten 03.08.00
Zusammenhang von Frühsexualität und psychischen Störungen 29.07.00
Erzbischof Dyba, ein unerschrockener Verteidiger des ungeborenen Lebens ist gestorben 25.07.00
Nur das Leben ohne Leiden zählt! WHO berechnet Lebenserwartung neu! 07.06.00
Ungeborenes Kind wollte Finger des Chirurgen ergreifen 24.01.00
Grossbritannien: Erstmals zwei Schwule als Väter anerkannt 12.12.99
Behörde stopt Abtreibungspille Mifegyne (RU 486) in Deutschland 22.11.99
Eizellen von Models werden im Internet versteigert 26.10.99
Human Life International verurteilt jede Gewalt HLI-Report Nr. 28
Zwei US Firmen befassen sich bereits mit therapeutischen Klonen - Britische Regierung verhängt Verbot HLI-Report Nr. 28
Unfruchtbarkeit wird in bestimmten Fällen bei IVF auf den Nachwuchs übertragen HLI-Report Nr. 28
Neue Abtreibungsmethoden zur selektiven Reduktion von Mehrlingsschwangerschaften HLI-Report Nr. 28
Ehepaar in den USA bietet 50000 Dollar für eine Eizelle 3.03.99
 

 

 

Britisches Homosexuellen-Paar: Gemeinsame Vaterschaft von Zwillingen

12. Dez. 1999

Vaterschaft Dank Leihmutter in den USA

London, 12. Dezember (AFP) - Erstmals ist für ein britisches Homosexuellen-Paar die gemeinsame Vaterschaft anerkannt worden. Der 32-jährige Barrie Drewitt und der 35-jährige Tony Barlow legten in der "Mail on Sunday" freiherzig die komplizierte Vorgeschichte offen. Weil es in ihrem Heimatland keine rechtliche Grundlage für eine derartige künstliche Vaterschaft gibt, verwirklichten Drewitt und Barlow ihren Wunsch in den Vereinigten Staaten. Mit Hilfe einer Vermittlungsagentur gelang es den beiden Millionären, die Leihmutter Rosalind Bellamy ausfindig zu machen. Künstlich befruchtete Eizellen einer weiteren Frau wurden Bellamy eingepflanzt. Am Donnerstag war es dann soweit: In Anwesenheit der beiden Väter wurde Bellamy im Modesto-Krankenhaus im US-Bundesstaat Kalifornien entbunden - und zwar gleich von einem Zwillingspaar, dem Jungen Aspen und dem Mädchen Saffron.

Geburtsturkunde: «Elternteil 1» und «Elternteil 2»

London, 12. Dezember (dpa) - Erstmals sind zwei homosexuelle Briten als alleinige Eltern zweier Kinder anerkannt worden. Der Name der amerikanischen Leihmutter fehlt in der Geburtsurkunde - die beiden am Donnerstag geborenen Zwillinge haben also offiziell nur Väter.
«Elternteil 1» und «Elternteil 2» steht ganz neutral in der Geburtsurkunde. «Diese beiden unschuldigen Babys wissen nicht, was für einen Sturm sie entfesselt haben», sagte Barrie Drewitt (32), einer der beiden Väter, am Sonntag in der Zeitung «Mail on Sunday» (London). Der Fall hat in Großbritannien eine heftige Diskussion über Leihmutterschaft ausgelöst.
Drewitt und sein Partner Tony Barlow (35), zwei erfolgreiche Geschäftsleute, hatten sich zunächst um eine Adoption bemüht, waren aber abgelehnt worden. Daraufhin entschieden sie sich für eine künstliche Befruchtung. Dabei wurden Spermien beider Männer verwendet. Inzwischen wissen sie, wer von ihnen der biologische Vater ist, doch sie behalten es für sich.
Die befruchtete Eizelle wurde dann einer Frau eingepflanzt, die die Zwillinge gegen Bezahlung austrug. Wegen der liberaleren Gesetzgebung in den USA entschieden sie sich für eine kalifornische Leihmutter. Das gesamte Verfahren kostete das Paar umgerechnet etwa 600 000 Mark (200 000 Pfund). Unklar ist noch, ob die beiden Kinder ohne Probleme die britische Staatsbürgerschaft bekommen, wenn sie mit ihren Vätern nach England zurückkehren.
Die Kirche hat das Verfahren kritisiert. Der anglikanische Bischof Thomas Butler sprach von «Designer-Kindern». Psychologen sagten, die Kinder könnten später Probleme bekommen, weil ihnen das Rollenmodell der Mutter fehle. Dagegen sagte die höchste englische Familienrichterin, Elizabeth Butler Sloss, sie kenne Fälle, wo Kinder gut mit gleichgeschlechtlichen Eltern zurechtkämen. Die beiden glücklichen Väter sagten nur: «Wir haben endlich eine Familie, und das reicht uns.»

Link: http://www.sfdrs.ch/news/
http://www.BerlinOnline.de Artikel 1, Artikel 2

 

 

 

Behörde stoppt Abtreibungspille Mifegyne in Deutschland

22. Nov. 1999

(sda/ess) Entgegen ursprünglichen Ankündigungen ist die seit Jahren umstrittene Abtreibungspille Mifegyne in Deutschland doch noch nicht auf dem Markt gekommen. Die Vertreiberfirma Femagen Arzneimittel GmbH habe nach einer Intervention der Bezirksregierung von Oberbayern zugesagt, den Vertrieb noch nicht aufzunehmen, sagte ein Regierungssprecher in München. Die Bezirksregierung hatte der Firma zuvor mitgeteilt, der Vertrieb verstosse gegen formale Bestimmungen des Arzneimittelgesetzes.
Zur geplanten Markteinführung hatten Gegner der Abtreibungspille davor gewarnt, das Mittel zu verharmlosen. Befürworter sprachen von einer schonenden Methode des Schwangerschaftsabbruchs. Ärzte wiesen darauf hin, dass die psychische Belastung von Frauen, die mit Hilfe dieser Pille abtreiben, enorm gross sei. 
Die Pille soll nicht in Apotheken frei erhältlich sein, sondern wird nur an zu Abtreibungen berechtigte Einrichtungen geliefert. Die langjährigen Erfahrungen mit dem Präparat in Frankreich, England und Schweden sind positiv. Die Zahl der Abbrüche insgesamt ist dadurch nicht gestiegen.

In der Schweiz weiterhin im Handel

In der Schweiz hatte erst am Samstag das Bundesgericht in Lausanne ein Gesuch um Gewährung der aufschiebenden Wirkung im Streit um die Zulassung von Mifegyne abgelehnt. Das Präparat bleibt damit vorläufig im Handel.

  
 

 

 

Eizellen von Models werden im Internet versteigert

Angebot eines US-Photographen

26. Okt. 1999

 (cpi. Los Angeles, 25. Oktober) Eizellen von acht Models bietet ein kalifornischer Modephotograph auf seiner Website zur Versteigerung an. Es wird mit Angeboten zwischen 15000 und 150 000 Dollar gerechnet. Wie der in Malibu lebende Photograph in der «New York Times» erklärte, soll ein Angebot in Höhe von 42000 Dollar bereits eingegangen sein. Als nächsten Schritt plant er die Versteigerung von männlichen Samenzellen.

Die American Society of Reproductive Medicine und andere Ärzteorganisationen verurteilten die Website als unmoralisch und geschmacklos. Ein Gesetzesverstoss liegt wahrscheinlich jedoch nicht vor. Das amerikanische Bundesgesetz verbietet zwar den Verkauf von menschlichen Organen, der Handel mit menschlichen Ei- und Samenzellen dagegen ist unreguliert. 1996 wurden rund 1700 mit gespendeten Eizellen gezeugte Babies geboren. Die Zahl ist in den folgenden Jahren leicht angestiegen. Die Spenderinnen seien in der Vergangenheit lediglich für ihren Zeitaufwand und Unannehmlichkeiten entschädigt worden; sie hätten durchschnittlich zwischen 2500 und 5000 Dollar erhalten, erklärte die American Society of Reproductive Medicine. In jüngster Zeit werden Eizellen zunehmend als Ware gehandelt. Anfang des Jahres hatte zum Beispiel ein Ehepaar im Internet 50000 Dollar für die Eizelle einer grossen, athletisch gebauten Studentin mit überdurchschnittlichen Noten geboten.

Der 66jährige Photograph zeigt die acht Models auf seiner Website. Ausserdem werden ihre Körpermasse, Ausbildung sowie die Gründe für ihre Spende bekanntgegeben. Die Frauen sollen angeblich den vollen Versteigerungspreis erhalten. 20 Prozent des Verkaufspreises müssen die Käufer zusätzlich als Vermittlungsprovision an den Photographen zahlen. Neben Ärzteorganisationen lehnt auch das Online-Auktionsunternehmen eBay den Verkauf von Eizellen, Sperma und anderer organischer Handelsware ab (Haare sind ausgenommen).

(Quelle: NZZ, Nr. 249, 26. Okt. 1999, S. 64)

Link: http://www.nzz.ch/

 

 

Ehepaar in den USA bietet 50000 Dollar für eine Eizelle

3. März 1999

New York, 3. März. (dpa) Ein kinderloses Ehepaar in den USA hat 50000 Dollar für eine einzige Eizelle geboten. Die Anwälte des Paars suchen nun mit einer entsprechenden Anzeigenkampagne in den Hauszeitungen der exklusivsten Universitäten in den Vereinigten Staaten nach einer passenden Spenderin. Zur Bedingung macht das Paar, dass die Frau rank und schlank, hoch-intelligent und sportlich ist. Bisher sollen sich laut einem Artikel der «New York Times» vom Mittwoch 200 Spenderinnen gemeldet haben. Wer unter 1,75 Meter misst, beim College-Aufnahme-test nicht die von Harvard, Yale und Princeton geforderte Punktezahl geschafft oder auch wer kränkelnde Familienmitglieder hat, habe keine Chance. Im Austausch für das Erbgut bietet das Ehepaar nicht nur Bargeld und die Erstattung aller Unkosten, sondern verspricht dem «verschenkten Nachwuchs» auch eine liebevolle Familie.
Laut der «New York Times» liegt der Preis für eine Eizelle in den USA derzeit bei rund 7500 Dollar. Nun befürchten einige Experten, mit der 50 000-Dollar-Offerte könnte «der Markt ausser Kontrolle geraten».

Vgl. NZZ, Nr. 52, 4. März 1999, S.63.

Vgl. Gina Kolata, $50,000 Offered to Tall, Smart Egg Donor. The New York Times, 3. März 1999.

Link: http://www.nytimes.com/
http://www.nzz.ch/

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