US-Gericht: Drohende Zwangsabtreibung ist 'nicht unmenschlich'
09.12.2002 USA
Vor vier Jahren floh ein Paar aus China wegen einer drohenden Zwangsabtreibung und -sterilisation. Ihr Asylantrag wurde nun abgelehnt.
San Francisco (www.kath/CWNews.com)
Der Asylantrag eines chinesischen Paares, das aus der Heimat floh, da eine erzwungene Sterilisation und Abtreibung drohte, wurde nun vom Gericht in Florida abgelehnt. Die 19-jährige Xu Ming Li und der 21-jährige Xin Kui Yu waren 1998 aus China geflohen, nachdem Li zu einem Schwangerschaftstest gezwungen worden war. Ihr wurde angekündigt, dass auch in Zukunft weitere Tests folgen würden; sollte sie schwanger sein, würde sie zu einer Abtreibung gezwungen werden. Ihr Freund Yu müsse außerdem damit rechnen, gegen seinen Willen sterilisiert zu werden.
Das Paar floh, als die Repressalien zunahmen. Die junge Chinesin sei verfolgt worden, da sie einem erzwungenen Programm zur Bevölkerungskontrolle Widerstand leistete, meinte ihr Anwalt Michael Karr. Das Gericht gab an, dass keine Beweise dafür vorlägen, dass sie tatsächlich verfolgt worden sei oder dass es sich um eine begründete Angst handle. Richter J. Clifford Wallace schrieb, dass man nicht sagen könne, dass die Behandlung der jungen Chinesin "extrem grausam oder unmenschlich" gewesen sei oder diese bei ihrer Rückkehr eine solche Behandlung zu erwarten habe. Anwalt Karr riet den beiden, Berufung einzulegen.
(Quelle: Katholischer Nachrichtenservice kath.net, Originalartikel)
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