Bei den Vereinten Nationen bedeutet das Wort "services" Abtreibungen

25. Juni 2001

Die Tagespost vom 21. Juni 2001 hat über einen "glücklichen Fehler" berichtet, der das Verständnis der Vereinten Nationen für den Begriff "services" (Dienste) nun von offizieller Seite verdeutlicht. "Services" bedeutet nämlich in Wirklichkeit Abtreibungen.

Vom 19. bis 21. September werden die Vereinten Nationen in New York einen "Weltgipfel für Kinder" (World Children Summit) veranstalten. An einer Vorbereitungssitzung von Regierungsdelegationen und Nicht-Regierungsorganisationen (so genannte NGO's)  wurde über ein Dokument, das an diesem Anlass verabschiedet werden soll, heftig debattiert. In der letzten Sitzung vom 11. bis 15. Juni, so berichtet die Tagespost , "führte die anhaltende Diskussion schliesslich dazu, dass einem Mitglied der kanadischen Delegation ein verbaler "Ausrutscher" unterlief, so dass ein neues Verständnis des in der UNO-Terminologie bewusst verschleiert gehaltenen Begriffes "fortpflanzliche Gesundheitsdienste" ("reproductive health services") deutlich wurde. Pro-Life Organisationen hatten immer wieder auf diesen missverständlichen Begriff, der eben auch Abtreibungen umfasse, hingewiesen. Auf der Internetseite "WorldNetDaily.com" wird berichtet, dass Terry Miller, ein Delegierter der Delegation der Vereinigten Staaten, das Komitee um eine Klärung des Begriffes "services" (Dienste) bat. Darauf habe der kanadische Delegierte und Berater von politischen Angelegenheiten, Andras Vamos-Goldman, gereizt geantwortet: "Der ehrenwerte Delegierte der Vereinigten Staaten weiss doch natürlich, dass der Begriff 'services' - und ich hasse es, dieses Wort zu verwenden - die Abtreibung mit einschliesst." (Die Tagespost vom 21. Juni 2001, Nr.74, S. 5.)

Die unerwartete Präzisierung dieses Begriffes von offizieller Stelle, bestätigt nun die berechtigte Kritik an den früheren internationalen UNO-Konferenzen von Kairo 1994, Peking 1995 und Istanbul 1996. Anlässlich jener Konferenzen wurde schon "reproductive health services" als vages Schlagwort gebraucht, ohne dass es klar definiert wurde. Viele Delegationen sehen sich nun veranlasst, den Gebrauch  von "services" in den Dokumenten der UNO zu überprüfen. Zudem fragen sich natürlich viele Delegierte, was überhaupt das Thema Abtreibung bei einer Konferenz, die sich für die Rechte der Kinder einsetzt, zu suchen hat. Leider gibt es in den Dokumenten der UNO noch andere Begriffe, die ebenfalls eine verschleiernde Funktion haben. HLI-Schweiz richtet zur Zeit ein Dossier ein, das darüber und über die Tätigkeit von UNO-Organisationen umfassend berichten wird.

Kommentar: Eigentlich genügt es völlig, bei der Suchmaschine http://www.google.com den Begriff "reproductive health services" einzutippen, um Klarheit für dessen Verwendung zu erhalten. Beim ersten Hit landet man nämlich bei - http://www.abortionpages.com/ - ! Dabei sind gleich auch noch die Tarife für Abtreibungen ersichtlich: Von der 6.-11.  Woche (275 / 450$) bis zur 20 Woche (2150 / 2600$). Die Preise verstehen sich jeweils für die lokale bzw. Vollnarkose.

Auch Organisationen, welche die Abtreibung fördern, verwenden "reproductive health services":

Definition von Family Health International (FHI): Reproductive health services will vary by country but might include sexually transmitted disease (STD) diagnosis and treatment, general gynecological care, infertility counseling and treatment, maternal health services and abortion services, among others. (Quelle: http://www.fhi.org/en/wsp/wspubs/concept.html)

Planned Parrenthod  verwendet diesen Begriff übrigens auch: 

http://www.plannedparenthood.org/library/ABORTION/History.html

Links:

Die Tagespost vom 21. Juni 2001, Nr.74, S. 5.

Neu: Dossier von HLI-Schweiz über die Tätigkeit von UNO-Organisationen

UNO: United Nations Organisations

WHO/OMS:   World Health Organization

UNICEF: United Nations Children's Fund

WorldNetDaily.com

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