Was bieten wir den Müttern in Not an?

Aus der Pressekonferenz vom 12. Juli 2001 in Bern: Referat von Frau Ruth Iseli, Präsidentin der Sektion Zentralschweiz und Mitglied des Zentralkomitees von Ja zum Leben.

13. Juli 2001

Sowohl Ja zum Leben Schweiz wie auch die Schweizerische Hilfe für Mutter und Kind verstehen sich als eigentliche Hilfswerke und weniger als politische Organisationen.
Beide Organisationen wollen der Mutter wie auch dem Kind gleichermassen Schutz und Hilfe zukommen lassen. Die Mutter erhält konkrete Hilfe in Form von Beratung, finanzieller Unterstützung, kostenlose juristische Beratung, Kinderaussteuer und vieles mehr.
Das Kind kann dadurch geschützt werden, in dem die Mutter Hilfe erhält. Doch das ist nicht ausreichend. Das Kind und die Mutter müssen auch über die Gesetzgebung geschützt werden. Die Mutter wird im Schwangerschaftskonflikt schnell zum Spielball der Interesse ihres Umfeldes.

Deshalb wollen sich sowohl Ja zum Leben wie auch die Schweizerische Hilfe für Mutter und Kind gegen die Fristenlösung engagieren.

Unsere Vereinigung Ja zum Leben hat ein grosses Netz von Beratungsstellen in der ganzen Schweiz und zahlreiche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, die vor Ort Beratungen vornehmen. Im Verlauf der politischen Arbeit zur Bekämpfung der Fristenlösung im Jahre 1977 wurden gesamtschweizerisch SOS-Stellen aufgebaut, mit dem Ziel und der Aufgabe, ein Betreuungs- und Hilfsnetz für schwangere Frauen in Not anbieten können. Die Abtreibungsgegner waren sich damals bewusst, dass realistische Alternativen zum Abbruch einer Schwangerschaft angeboten werden müssen. Verbote allein reichten nicht aus, es brauchte Hilfs- und Beratungsstellen, damit die Frauen, die durch eine Schwangerschaft in Not geraten, mit ihren Sorgen nicht allein gelassen werden.

In der Schweiz gibt es heute 14 kantonale und regionale Sektionen, welche SOS-Stellen für Mütter in Not eingerichtet haben. Im Lauf der Jahre konnten 17 regionale Notruf-Telefon-Stellen in Betrieb genommen werden. Ein kompetentes, erfahrenes Beraterinnenteam steht Frauen in Not täglich während 24 Stunden zu Verfügung.
Seit der Gründung unserer SOS-Stellen wurden mindestens 10 Millionen Franken an Mütter in Not ausgeschüttet und ein Vielfaches davon in Naturalien, wie z.B. Kinderkleider, Kinderbetten, Umstandskleider uvm. Unsere Helferinnen und Helfer leisten pro Jahr ca. 100'000 Stunden ehrenamtliche Arbeit.

Die Schweizerische Hilfe für Mutter und Kind führt eine nationale Gratis-Hotline für Mütter in Not mit professionellem Personal. Die Fälle, die dort eintreffen, zur Zeit sind das ca. 500 pro Jahr, werden in Zusammenarbeit mit regionalen Hilfsstellen betreut, oder wo diese fehlen, selbst bearbeitet.
Die Schweizerische Hilfe für Mutter und Kind hat im Jahr 2000 einen Aufwand für Mütter in Not von Fr. 350'000. Der Einzelfall mit der grössten finanziellen Unterstützung betrug Fr. 21'000.

Wir wollen hier kurz anfügen, dass wir feststellen müssen, dass Organisationen, die die Fristenlösung unterstützen, in aller Regel keine Hilfeleistungen für Mütter in Not vorsehen. Das ist schade. Diese geben zwar vor, etwas für die Frau unternehmen zu wollen. Wenn aber eine Frau in Not ist und Hilfe braucht, sind diese Organisationen nicht mehr da.

Frauen und Müttern in menschlicher und sozialer Not Geborgenheit und Hilfe zu geben ist die zentrale Aufgabe von Ja zum Leben und der Schweizerischen Hilfe für Mutter und Kind.

Mit unserer Hilfe und auch mit den staatlichen Unterstützungen sind wir überzeugt, dass alle Nöte nach und nach gelindert oder sogar aus der Welt geschaffen werden können, ganz nach dem Stichwort: "Wo eine Wille, da ein Weg.".

 

Weitere Informationen:

Ja zum Leben Schweiz: www.ja-zum-leben.ch, Tel. 055-653 11 50

Schweizerische Hilfe für Mutter und Kind (SHMK): www.mamma.ch, Tel. 061-703 77 77 info@mamma.ch

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