Schweizer Bischofskonferenz äussert sich zur Firstenregelung und setzt Arbeitsgruppe für Bioethik ein

06. Dez. 2001

Fristenregelung

»Die SBK erinnert an ihre grundsätzliche Ablehnung der Fristenregelung, über welche das Schweizer Volk am 2. Juni 2002 abstimmen wird. In diesem Sinn hat sie mit Bestürzung die kürzlich veröffentlichte Stellungnahme des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK) zur Kenntnis genommen, der eine solche Fristenregelung unterstützt. Für die Bischöfe ist es absolut unerlässlich, dass eine gute Lösung den Schutz des Kindes ab dessen Empfängnis zum Ziel hat. Ihrer liturgischen Tradition zufolge feiert die katholische Kirche am 28. Dezember das Fest der unschuldigen Kinder, die von Herodes getötet wurden. Dieser Tag soll auch Anlass dazu sein, an die unzähligen Leben zu denken, die als Opfer einer Abtreibung jedes Jahr das Licht der Welt nicht erblicken. Die Bischöfe laden die Pfarreien ein, besonders am 28. Dezember für die Achtung vor dem werdenden Leben zu beten und ermutigt die Katholiken und Katholikinnen, an diesem Tag ihre Solidarität gegenüber der schwächsten und am wenigsten geschützten Bevölkerungsgruppe zu bezeugen.«

 

Schaffung einer „Arbeitsgruppe Bioethik"

»Die Entwicklungen in der medizinischen Forschung und der Bioethik schreiten mit zunehmender Geschwindigkeit fort. Die Spezialisten, die in der Lage sind, die immer komplexeren ethischen Fragen zu beantworten, sind selten; insbesondere zum Gebiet der Genforschung, der Stammzellenforschung und der Klonierung. Aus diesem Grund hat die SBK beschlossen, eine „Arbeitsgruppe Bioethik" zu schaffen. Diese hat den Auftrag, die Kenntnisse auf diesem Gebiet zusammenzutragen (mehrere Bischofskonferenzen haben bereits eine gut funktionierende Kommission, so auch der Vatikan, nicht zu vergessen auch staatliche Institutionen). Mit ihrer Tätigkeit wird sie in der Lage sein, die Bischöfe zu beraten. Auf dem Hintergrund der Komplexität dieser Frage muss der Auftrag der Arbeitsgruppe noch detaillierter formuliert werden. Deswegen wird ihre personelle Zusammensetzung zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.«

(Zitate aus der Pressemeldung)

Links:

Pressemeldung der Schweizer Bischofskonferenz vom 6. Dez. 2001

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