Fristen"lösungs"plakat mit irreführendem Inhalt – von feministischer Interessengruppe aus den USA mitfinanziert

20. März. 2002

Die Feministische Koalition FemCo, Schweizer Netzwerk für feministische Politik, liess diese Woche Plakate pro Fristen"lösung" aushängen. Wie Rina Nissim, Mitglied der "FemCo-Kerngruppe" und Genfer Kontaktperson für die feministische Fristenlösungskampagne, zu erkennen gibt, leistete die Organisation Catholics for a Free Choice CFFC beträchtliche finanzielle Unterstützung für die nationale Plakatkampagne der FemCo. Hinter CFFC verbirgt sich eine international lobbyierende Pro-Abtreibungs-Gruppe aus den USA, welche unter anderem auch schon von der Playboy Foundation unterstützt worden ist. Das ausgehängte FemCo-Plakat ist zudem entlarvend in Bezug auf die geringe strafrechtliche Bedeutung der 12-Wochen-Frist. Es spiegelt aber auch nachweislich falsche Tatsachen vor, weshalb rechtliche Schritte dagegen ernsthaft erwogen werden.

Frau Rina Nissim schreibt in einem Leserbrief in der Zeitung "Le Courrier" vom 11. März: "[...] l'organisation internationale "Catholics for free choice / [...]" soutient activement la campagne pour le libre choix en Suisse. Elle a même apporté un important soutien financier à la campagne d'affichage de la FemCo [...] au niveau national." – Catholics for a Free Choice CFFC ist in erster Linie eine feministische Interessengruppe, die für das vermeintliche 'Recht' auf Abtreibung lobbyiert. Die Gruppe versah sich eigenhändig mit einem "katholischen" Etikett, wogegen die US-Bischofskonferenz im Jahr 2000 einmal mehr mit Nachdruck erklärte, CFFC sei keine katholische Organisation. CFFC ist eine Gruppe ohne Mitgliedschaft; sie wird von einer Reihe finanzkräftiger Privat-Stiftungen mit enormen Geldsummen am Leben erhalten und in ihrem Pro-Abtreibungs-Lobbyismus unterstützt. Unter den Geldgebern findet sich auch die einschlägig bekannte Playboy Foundation. Die langjährige Präsidentin der CFFC, Frances Kissling, versuchte in einem Interview mit Eva Novak in der "Neuen Luzerner Zeitung" vom 30. November 2001 auch schon direkt Einfluss auf den politischen Meinungsbildungsprozess in der Schweiz zu nehmen.

Das Plakat, mit dem die Feministische Koalition FemCo sich für die "Fristenlösung" stark macht, behauptet: "In Ländern, die den Schwangerschaftsabbruch zulassen, sinkt die Zahl der Abtreibungen". Diese Aussage entbehrt nicht nur jeder Logik, sondern ist auch nachweislich falsch. Es gibt kein Land, in dem eine Abtreibungslegalisierung zu einer Abnahme der Abtreibungszahlen führte! Hingegen belegen diverse Länder das Gegenteil.

Das FemCo-Plakat zeigt zwei Frauen, die fröhlich ihre Bäuche präsentieren: Die eine ist sichtbar schwanger, die andere ist es nicht mehr. Die schwangere Frau ist schätzungsweise im sechsten Monat! Zusammen mit dem Slogan "Wir wollen selbst entscheiden!", gibt die FemCo damit zu, dass bei Einführung der "Fristenlösung" eine Abtreibung auch im sechsten Monat im Ermessensspielraum der schwangeren Frau liegen würde – bzw. eben im Ermessensspielraum ihres sozialen Umfelds, das sie zu einer Abtreibung drängt. Damit aber entlarvt dieses FemCo-Plakat die geringe strafrechtliche Bedeutung der 12-Wochen-Frist und gibt jenem Slogan der letztjährigen Plakatkampagne "NEIN zur Fristen-'Lösung'" der Schweizerischen Hilfe für Mutter und Kind SHMK Recht, der besagte, dass die "Fristenlösung" Abtreibungen bis zur Geburt ermögliche bzw. erleichtere.

Weitere Informationen: 

http://www.mamma.ch

 

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