http://human-life.ch

Werbespot bei Radio Gloria

HLI-Schweiz, Postfach 1307, CH-6301 Zug
Tel: +41 (0) 41 710 28 48, Fax: +41 (0) 41 710 28 39


  



News

Öffentlich beten, eine Provokation? (Offener Brief an Frau Anne-Marie Rey)

Übersicht
24.11.2009 / Zug
[91]

Replik auf den Artikel im «Blick am Abend», Ausgabe Ostschweiz,vom 23. November 2009

Sehr geehrte Frau Rey

Sie scheinen zur Zeit in der ganzen Schweiz herum zu reisen und gegen friedliche, bewilligte und legale Gebetsprozessionen mobil zu machen. Sie sprechen und schreiben Spitalverantwortliche, Journalisten, Politiker an und warnen vor den „gefährlichen“ Abtreibungsgegnern. Dazu benützen Sie Ihr «Netzwerk». Es ist zutreffend, dass HLI-Schweiz Gebetsprozessionen legal und friedlich organisiert und weiter organisieren wird. Diese dienen einzig und allein dazu, das Mit-Leiden und die Liebe Gottes gegenüber Frauen auszudrücken, die unter Druck abtreiben oder unter den Folgen ihrer Abtreibung leiden. Unser Gebet gilt auch den namenlosen Kindern, welche nicht leben durften.

Wenn Sie solche friedlichen Gebetsprozessionen, ohne politische Slogans und ohne politische Absichten als provozierend empfinden, wenn Sie Bilder von schönen Embryos und Föten im Mutterleib als provozierend empfinden und sich gar Sorgen um Frauen mit Fehlgeburten machen, welche gerade zu diesem Zeitpunkt aus dem Spital herauskommen könnten, dann ist das schlichtweg Heuchelei. Frau Rey, wenn Abtreibung angeblich ein so harmloser Eingriff mit einem Restrisiko von 1 % für ernsthafte Komplikationen ist, wie Sie auf Ihrer Homepage schreiben, dann lassen Sie doch ganz einfach Leute in Ruhe gewähren, welche friedlich beten und keinerlei andere Absichten haben, als Gottes Liebe für alle, die Mütter, die Väter, das Spitalpersonal und die abgetriebenen Kinder auf ihre Art zu bezeugen. Es ist nicht nötig und bringt gar nichts, wenn Sie die ganze Schweiz gegen solche Prozessionen aufhetzen. Sie finden trotzdem statt. Die Gebetsprozessionen scheinen lediglich Sie allein zu provozieren. Bisher hat sich jedenfalls nie jemand anderer diesbezüglich zu Wort gemeldet.

Die Polizei hätte im Zeitalter von zunehmender Gewalt sicher anderes zu tun, als friedliche Abtreibungsgegner zu beobachten und immer wieder festzustellen, dass sie betend ihr Ja zum ungeborenen Menschen bezeugen. Was ist da schon dabei? Im Zeitalter von Love-Parade und Europride, im Zeitalter von Nacktwandern, im Zeitalter von Sexualaufklärung ab Kindergarten sollte eigentlich eine friedliche Gebetsprozession kein Problem sein. Übrigens, die Kinder, welche an der Prozession am letzten Samstag in Wil dabei waren, kamen alle freiwillig und spontan. Sie haben verstanden, worum es geht und wurden in keinerlei Art und Weise «instrumentalisiert».

Unrichtig ist die Äusserung im Artikel, dass in Bern keine Gebetsprozessionen mehr bewilligt würden. Jetzt herrscht endlich auch Klarheit, wer die Polizei und das Inselspital in Bern gegen die Prozession aufgewiegelt hat. Danke für diese Klärung!

Geniessen Sie doch jetzt einfach Ihren Lebensabend und gönnen Sie allen Menschen ihre Meinungsäusserungs- und Glaubensfreiheit. Wir wünschen Ihnen eine besinnliche Adventszeit und ein friedvolles Weihnachtsfest!

 

Mit freundlichen Grüssen
 

Pfarrer Dr. theol. Roland Graf, Präsident a.i.

Christoph Keel, Sekretär

 


Quelle/Links:
Kategorie: Abtreibung

zurueck
home