HLI-Report Nr. 26 1/1999
Kindersegen - Kinderlosigkeit: Spannungsfeld der modernen Fortpflanzungsmedizin
Mehrlinge
- Unerwünschtes Produkt der künstlichen Fortpflanzungsmedizin
1. Eine wahre
Geschichte - mit Happy End?
Dr. med Urs Kayser
2. US-Siebenlinge
feierten ersten Geburtstag
Kindersegen
- Kinderlosigkeit: Spannungsfeld der modernen Fortpflanzungsmedizin
Als Christen verstehen wir ein Kind immer als ein Geschenk Gottes und wir sind Gott sehr dankbar für gesunde Kinder. Auch in anderen Religionen wird zu den Göttern gebetet, damit sie ein Kind schenken und man zeigt sich dankbar mit Opfern.
Wenn ein Ehepaar trotz Beten und Warten kein Kind bekommt, breitet sich Enttäuschung aus. Es fragt nach der Ursache, hadert mit Gott und verschiedenen Umständen und gibt dennoch die Hoffnung nach einem eigenen Kind nicht auf.
Das Ehepaar lässt sich im Rahmen einer Sterilitätsabklärung von medizinischen Spezialisten untersuchen. Die Abklärung kann zu folgenden Ergebnissen führen:
Die Ursache der Unfruchtbarkeit wird gefunden. Es kann eine ursächliche Therapie durchgeführt werden, sodass eine Befruchtung und Schwangerschaft auf natürlichem Wege wieder möglich ist.
Die Ursache der Unfruchtbarkeit wird gefunden. Eine ursächliche Therapie ist nicht möglich.
Die Ursache der Unfruchtbarkeit wird nicht gefunden.
Im 2. und 3. Fall wird heute versucht mit künstlichen Methoden und hochtechnisierter Medizin eine Schwangerschaft herbeizuführen. Die Mehrheit der kinderlosen Ehepaare zögern auch heute noch instinktiv oder bewusst vor diesem Schritt und verzichten auf eigene Kinder. Andere Ehepaare wollen nicht aufgeben und möchten auch diese modernen Möglichkeiten ausprobieren.
In dieser Nummer des HLI-Report wollen wir das Dilemma aufzeigen, wenn durch eine solche Behandlung nicht nur ein sondern gleichzeitig mehrere Leben gezeugt werden.
In der nächsten Nummer möchten wir auf das Problem der Kinderlosigkeit und den Umgang mit der Kinderlosigkeit näher eingehen.
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Mehrlinge - Unerwünschtes Produkt der künstlichen Fortpflanzungsmedizin
Zwillinge, Drillinge, Vierlinge,.... bis zu Neunlingen. Obwohl üblicherweise zu einem bestimmten Zeitpunkt nur ein Kind gezeugt wird, macht es die Natur auch beim Menschen möglich, dass gleichzeitig mehrere Kinder gezeugt werden können und dann auch geboren werden. Die Chance, dass auf natürliche Weise Zwillinge gezeugt werden, beträgt statistisch 1: 85, bei Drillingen 1: 7225, bei Vierlingen 1: 614'125 bei Fünflingen 1: 15'353125 usw.
Mehrlinge waren zu allen Zeiten etwas Besonderes: Zeichen besonderer Fruchtbarkeit, Auszeichnung und Freude einerseits aber auch Sorge um das Überleben und die materielle Sorge der Ernährung und Erziehung.
Vor der Zeit des Ultraschalles konnte die Diagnose von Mehrlingen erst gegen Ende der Schwangerschaft oder sogar erst bei der Geburt gestellt werden. Neben der Sorge um das Überleben der Mehrlinge, war auch die materielle Sorge sehr real, da vielen Eltern die Mittel für Nahrung und Kleidung fehlten. Bis Mitte dieses Jahrhunderts war die Sterblichkeit bei Mehrlingen sehr hoch. Zwillinge hatten noch die besten Chancen. Bei Drillingen überlebten sehr selten alle drei.
Bei Mehrlingen (schon bei Zwillingen) spricht man auch heute noch von Risikoschwangerschaft und Risikogeburt. Wenn sie nicht schon vor der Geburt in der Gebärmutter sterben, kommt es meistens zu einer Frühgeburt. frühgeborene Kinder haben eine geringere Überlebens-Chance je früher sie zur Welt kommen und je kleiner das Geburtsgewicht ist. Mit den modernen Mitteln der heutigen Schulmedizin und der frühen Diagnosestellung von Mehrlingen im Ultraschall schon im ersten Drittel der Schwangerschaft sind die Überlebens-Chancen stark gestiegen. So haben schon Kinder die in der 20. Schwangerschaftswoche geboren wurden und weniger als 500 Gramm schwer waren überlebt.
Die moderne Medizin hat aber nicht nur die Chancen für das Überleben von Mehrlingen deutlich verbessert, sondern durch die künstlichen Eingriffe im Rahmen der Unfruchtbarkeitsbehandlung eine massive Zunahme von Mehrlingsschwangerschaften bewirkt.
Zwei Methoden der Unfruchtbarkeitsbehandlung führen vor allem zu Mehrlings-schwangerschaften:
1. Hormonstimulation:
In bestimmten Fällen von Unfruchtbarkeit wird der Frau ein spezielles Hormon verabreicht. Durch dieses Hormon kommt es zur Reifung von mehreren Eizellen gleichzeitig. Bei der Befruchtung können nun mehrere Samenzellen zur gleichen Zeit mehrere Eizellen befruchten.
2. Künstliche Befruchtung (IVF):
Bei dieser Methode werden gleichzeitig drei im Reagenzglas befruchtete Embryonen in der Gebärmutter eingepflanzt. Dies wird gemacht, da man erkannt hat, dass die Chance, dass sich mindestens ein Embryo in der Gebärmutter weiterentwickelt und es zur Geburt kommt deutlich höher ist, als wenn nur ein Embryo eingepflanzt wird. Es werden also bewusst Embryonen geopfert, damit einer von ihnen überleben kann, aber auch bewusst das Risiko einer Mehrlingsschwangerschaft eingegangen, wenn mehr als einer der drei eingepflanzten Embryonen überlebt.
Diese zwei Methoden zeigen deutlich das grosse Dilemma der forcierten, modernen Fruchtbarkeitsbehandlungen im Fachgebiet der Reproduktionsmedizin. Aus der langen, belastenden Phase der Kinderlosigkeit, des Wartens und Hoffen auf ein Kind wird plötzlich ein unerwarteter und ebenso belastender Kindersegen. Diese zweite Belastung wird noch verstärkt durch die frühe Gewissheit im Ultraschall schon am Anfang der Schwangerschaft. Die Eltern sind oft überfordert mit dem frühen Wissen der Mehrlingsschwangerschaft und reagieren mit Ablehnung. Dies führt dann nicht selten zu Abtreibung oder Fetozid. Fetozid bedeutet die gezielte, selektive Tötung einzelner Embryonen in der Gebärmutter. Hier zeigt sich mit aller Deutlichkeit die Fragwürdigkeit, resp. Schizophrenie der modernen Reproduktionsmedizin: Auf der einen Seite "Schaffung" von Leben um jeden Preis und gleichzeitig auf der anderen Seite Vernichtung von nicht erwünschtem (oder nicht mehr gewünschtem) Leben. Die gleichen Ärzte, die sich die grösste Mühe geben, kinderlosen Paaren zu einem eigenen Kind zu verhelfen, sind bereit Leben zu vernichten (Fetozid, überzählige Embryonen, Abtreibung).
Die folgenden zwei Berichte verdeutlichen das bisher Gesagte und zeigen auch zwei verschiedene, entgegengesetzte Reaktionen von Seiten der Eltern.
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1. Eine wahre (traurige) Geschichte - mit Happy End?
In einer medizinischen Zeitschrift (J. Fertil. Reprod. 4/1998) war zusammenfassend folgender Bericht zu lesen:
Eine Frau hatte mit 16 Jahren eine Abtreibung (Notlagenindikation). In den folgenden Jahren hatte sie wiederholte Eileiterentzündungen. Nach der Heirat konnte sie trotz Kinderwunsch keine Kinder bekommen. Die Ärzte stellten die Diagnose einer Unfruchtbarkeit wegen Eileiterverschluss infolge der häufigen Entzündungen.
Das Paar entschloss sich deshalb zur künstlichen Befruchtung (In-Vitro-Fertilsation=IVF). 1992 begann das Paar mit IVF-Versuchen (Es ist nicht bekannt wieviele "Versuche" es waren!). Nach der Geburt eines gesunden Knaben, wollte sich das Ehepaar den Wunsch nach einem zweiten Kind erfüllen. Der vierte IVF-Versuch führte zu einer Drillingsschwangerschaft. (D.h. mindestens 9 Embryonen starben bei den ersten 3 misslungenen Versuchen!)
Nach Eintreten der Drillingsschwangerschaft verlangte nun das Ehepaar von den Ärzten eine fetale Reduktion. (Fetale Reduktion bedeutet Tötung von zwei der drei Embryonen im Mutterleib.) Sie wollten nur ein Kind. Sie drohten mit Abtreibung aller drei Embryonen, wenn die Ärzte des Fortpflanzungszentrum nicht einwilligten. Die fetale Reduktion wurde jedoch abgelehnt, ebenso an einem anderen Zentrum.
Da die Eltern eine fetale Reduktion nicht erreichten, wurde im Rahmen der Fristenlösung eine Abtreibung in der 11. Schwangerschaftswoche an einem anderen Ort durchgeführt.
Nicht lange nach dieser zweiten Abtreibung wurde die Frau (entgegen allen bisherigen Diagnosen der Ärzte und Erwartungen) spontan schwanger und gebar ein gesundes Mädchen.
Happy End ? - Im Bericht stand nichts mehr vom weiteren Verlauf !
Dr. med. Urs Kayser
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2. US-Siebenlinge feierten ersten Geburtstag
Bestimmt erreichte auch Sie die Schlagzeile von Kenny, Natalie, Joel, Alexis, Brandon, Kelsey und Nathan, der Siebenlinge, welche vor einem Jahr geboren wurden. Mehr als 40 Ärzte begleiteten die Mutter Bobby McCaughey bei der Entbindung. Bobby und Kenny McCaughey sind stolz auf ihre grosse Familie. Verbunden mit diesem Glück sind jedoch auch starke Anforderungen und extreme "Verbrauchserscheinungen". Wöchentlich gibt es 400 Windeln zu wechseln und 300 Mahlzeiten zu richten. 70 Helfer aus der Gemeinde stehen den Eltern bei. Ein grosses Geburtstagsgeschenk überreichte ein Baulöwe aus Iowa. Er konnte es kaum glauben, dass die Siebenlinge zusammen mit ihren Eltern und ihrer Schwester in einem 75 Quatratmeter grossen Holzhäuschen aufwachsen sollten. Dank verschiedenen Spenden baute er kurzerhand auf der gegenüberliegenden Strassenseite ein neues Haus für die grosse Familie, welches am ersten Geburtstag der Siebenlinge bezogen werden konnte.
Mehrlingsschwangerschaften in dem Ausmass sind meistens auf Hormonbehandlungen zurückzuführen. So auch in diesem Fall. Um wieder schwanger zu werden, verschrieb der Arzt Bobby das Hormonmittel Metrodin. Unbeschreiblich war das Gefühl der tiefgläubigen Baptistin, als sie auf dem Ultraschallbild sieben Herzen schlagen sah, gepaart jedoch mit Angst und Traurigkeit. Ihr Tagebuch Eintrag in dieser Nacht lautete: "Ich wünschte, ich könnte verstehen, was Gott damit lehren will." Aus dem Glauben schöpften die Eltern in den folgenden Monaten Kraft, Mut und Hofffnung. Ärzte rieten zu einer Teilabtreibung, um die Überlebenschancen der restlichen Föten zu erhöhen. Mutig und voller Überzeugung stand das Paar zu ihren Kindern mit der Begründung: "Gott hat uns diese Kinder geschenkt, Gott soll entscheiden. Wir geben allen eine Chance."
Die Berliner Morgenpost berichtet am 22. Dezember 1998 in einem Beitrag über Mehrlingsschwangerschaften. Zusammenfassend steht in diesem Artikel zu lesen: Seit einiger Zeit häufen sich die Meldungen über Mehrlingsschwangerschaften. Nur ca. drei Prozent der Frauen gebären Mehrlinge bei natürlicher Befruchtung. Alle anderen Fälle geschehen mit "Hilfe" von der Reproduktionsmedizin (Hormonbehandlung und künstlicher Befruchtung).

Cartoon Max Spring
Im August 96 wurde einer Britin, die ihre Achtlinge austragen wollte, von einer Zeitung 300'000 Mark pro lebender Säugling geboten. Alle acht Kinder starben bei der Geburt. Durch Akten ist ebenfalls die NeuNfachgeburt 1971 von Geraldine Brodrick (Australien) belegt. Keines ihrer Kinder überlebte die erste Woche.
In Texas wurden Ende Dezember Achtlinge geboren. Wie kritisch der Zustand zum Überleben sein kann, zeigen die Körpergewichte der Mehrlinge. Sie reichen von 290 Gramm bis zu blossen 790 Gramm.
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News aus aller Welt - News aus aller Welt - News
Jan Wilmut, der«Schöpfer» von Dolly will nun doch Menschen klonen
Der Embryologe Jan Wilmut, der das Schaf Dolly geklont hat, will entgegen früherer Aussagen nun sogar selbst Menschen klonen. Vor dem britischen Fernsehsender BBC erklärte er in einem Interview, dass er in den kommenden Wochen entsprechende Experimente beginnen werde. Jan Wilmut will mit den Zellen geklonter menschlicher Embryonen Krankheiten bekämpfen. Die benutzten geklonten Embryonen wird er zur Gewinnung von Stammzellen verwenden. Diese Zellen könnten sich in jede andere Art von Körperzellen entwickeln und zur Therapie von Alzheimer- und Parkinsonpatienten verwendet werden. Es handelt sich also um therapeutisches Klonen. Wörtlich soll Jan Wilmut zu seinem Entscheid, menschliche Embryonen zu klonen, gesagt haben: "Mir ist ganz klar, dass manche Leute damit grosse Probleme haben ... Aber doch, ja, ich persönlich wäre bereit, das zu tun, weil dies furchtbare Krankheiten sind."
Erinnern wir uns an das Interview, das Jan Wilmut nach der Veröffentlichung seines Klonerfolges gegeben hat. Auf die Frage, ob es möglich werde, Menschen zu klonen, anwortete er: "Wir sehen keine klinischen Gründe, dies zu versuchen. Niemand von uns ist an solchen Experimenten interessiert und in diesem Land würde dies als unakzeptabel erachtet."
(NZZ, 21.1.1999, S. 17, vgl. NZZ 26.2.1997 und http://www.princeton.edu/~asartli/inter.html)
Zusammenhang zwischen Pille und Hirnschlag erwiesen
Seit langem ist klar, dass die Pille das Risiko für Durchblutungsstörungen des Gehirns ganz leicht erhöht. Auch die Migräne führt zu solchen Störungen und kann bei schweren Anfällen in einen Hirnschlag münden. Eine europäische Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat diesen Sachverhalt bestätigt und neue Einsichten über andere Risikofaktoren ()Bluthochdruck, Rauchen) gebracht. Die Risiken addieren sich nicht einfach, sondern multiplizieren sich gegenseitig zu einem wesentlich erhöten Gesamtrisiko. Das Schlaganfallrisiko bei kombiniertem Vorliegen von Migräne, Rauchen und Pille war dreissigmal höher als ohne diese Faktoren.
Folgende Schlussfolgerung wurde gezogen: Frauen mit Migräne, welche die Pille einnehmen, sollte das Rauchen noch dringender abgeraten werden als Frauen ohne Migräne. Dies ist insofern bemerkenswert, da Frauen, die die Pille verwenden, auch besonders häufig rauchen.
Wir möchten hinzufügen: Natürliche Familienplanung würde ein weiteres Risiko ausschalten: Die Pille.
(NZZ, 27.1.99, S. 65, vgl. BMJ 318 (1999) 13-18 oder http://www.bmj.com/content/vol318/issue7175/)
Schweiz: Transplantation fetaler Gewebe von legalen Schwangerschaftsabbrüchen schon 1995 durchgeführt
Der Senat der Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) hat am 3. Mai 1998 Medizinisch-ethische Richtlinien für die Transplantation fötaler menschlicher Gewebe genehmigt. Angesichts der Tatsache, dass in den USA und in China schon in den frühen 80er Jahren klinische Versuche zur Transplantation von fetalem menschlichem Gewebe durchgeführt worden sind, kommt diese Richtlinie reichlich spät. In den USA galt von 1988 bis anfangs 1993 ein Moratorium für die Transplantation von fötalem Gewebe, das von Präsident Clinton aufgehoben wurde. Das ethische Problem ist also seit den frühen 80er Jahren in Fachkreisen bekannt.
Von Interesse ist die Antwort des Schweizerischen Bundesrates vom 22. Sept. 1997 auf eine Interpellation vom 20. Juni 1997. Darin heisst es wörtlich: "Bis 1994 sind in der Schweiz nur ganz vereinzelt Forschungsvorhaben bekanntgeworden. 1995 wurde an einem Parkinson-Patienten eine Transplantation vorgenommen, seither sind keine solchen gemeldet worden. Für 1998 sind zwei Projekte mit Transplantationen für Kranke geplant und in Vorbereitung. Entsprechend den ethischen Richtlinien der SAMW stammen die für die erforderlichen fötalen Zellen von legalen Schwangerschaftsabbrüchen, welch in unserem Land stattfinden. ... Die Schaffung einer neuen Form der Ausbeutung von Frauen wird dadurch verhindert, dass die Zellen für die Transplantation von legalen Schwangerschaftsabbrüchen stammen müssen, und die informierte freiwillige Zustimmung der Frau respektive der Eltern vorausgesetzt wird."
Auf die Frage, ob der Bundesrat bereit sei ein Moratorium auszusprechen, lautete die Antwort: "Ein Moratorium würde zu einer Blockierung der Forschungsbemühungen in der Schweiz führen, während diese im Ausland weitergehen würden. Unser Land müsste damit später allfällige positive Resultate übernehmen, ohne über die Forschung je eine Kontrolle ausgeübt zu haben. In Ergänzung zu den Anstrengungen der SAMW mit den entsprechenden Ethikrichtlinien und den medizinischen Ethikkommissionen soll im neu zu schaffenden Transplantationsgesetz der Bereich der Transplantation fötaler menschlicher Gewebe einer zwingenden rechtlichen Regelung unterstellt werden. Dem Bundesrat erscheint deshalb zum heutigen Zeitpunkt ein Moratorium nicht angezeigt."
Mit anderen Worten: Die Transplantation von fetalem Gewebe, die 1995 in der Schweiz durchgeführt wurde geschah, ohne dass dafür definitive Richtlinien der SAMW vorhanden gewesen wären.
(SÄZ 79 (1998) 1936-1940, vgl. http://www.parlament.ch)
Wir werden uns dafür einsetzen, dass nach der am 7. Februar 1999 erfolgten Annahme des Verfassungsartikels zur Transplantation nun auf Gesetzesebene alle Transplantationen mit fetalem Gewebe grundsätzlich verboten werden.
© 1998 Human Life International
Schweiz.