HLI-Report Nr. 25 4/1998
Unser Sekretariat ist eröffnet weil ...
Tagungsbericht von Anita Walser, Sekretariat HLI-Schweiz zu folgenden Referenten:
Jugendseite: Ein Lächeln für Gott
Über Alexia González-Barros
Unser Sekretariat ist
eröffnet weil ...
so viele Freunde und HLI-Mitglieder finanziell und im Gebet mitgeholfen haben, weil wir alle spüren, dass es höchste Zeit ist, sich ganz intensiv für den Schutz des menschlichen Lebens einzusetzen.
Am 19. September eröffneten wir mit einer Tagung im Schulhaus Loreto, Zug,
offiziell unser HLI Sekretariat. Wie freuten wir uns, dass nach grosser
Vorbereitungsarbeit viele HLI Freunde an unserem Fest teilnahmen und so ihr Interessen
bekundeten.
Erzbischof Wolfgang Haas: Das Evangelium des Lebens
Der herzliche Empfang und die Begrüssung des H.H. Erzbischof Wolfgang Haas liess erkennen, wie sehr das Kommen des Bischofs von den Gästen geschätzt wurde. Erzbischof Wolfgang verstand es, das Evangelium des Lebens zu erläutern und in die Sprache des Herzens zu übersetzen. "Vom Wort, von der Tat und selbst von der Person Jesu wird dem Menschen die Möglichkeit gegeben, die ganze Wahrheit über den Wert des menschlichen Lebens zu erkennen, aus jener Quelle erwächst ihm insbesondere die Fähigkeit, vollkommen diese Wahrheit zu tun (vgl. Joh. 3,21), das heisst, die Verantwortung zur Liebe des menschlichen Lebens und zum Dienst an ihm, zu seiner Verteidigung und Förderung voll anzunehmen und zu verwirklichen. In Christus wird jenes bereits in der Offenbarung des Alten Testamentes dargebotene und jedem Mann und jeder Frau sogar irgendwie ins Herz geschriebene Evangelium vom Leben endgültig verkündet und in seiner Fülle verschenkt." (siehe http://www.bistum-chur.ch/vaduz_25.htm)
Father
Richard Welch: Human Life International, Aufgaben und Ziele
Father Richard Welch referierte über
"Human Life International". Sein weltumspannender Überblick als internationaler
Präsident von HLI vermittelte ganz klare Ziele und Vorstellungen zum Schutz des
menschlichen Lebens. Die Grüsse und Glückwünsche, die Father Welch direkt aus Amerika
überbrachte zeigten, wie wichtig es ihm auch ist, dass in der Schweiz vermehrt die
kleinsten und schwächsten Menschen, unsere Ungeborenen geschützt werden.
François Geinoz: Europa stirbt vor sich hin
"Europa stirbt vor sich hin, Unfruchtbarkeit und Zerfall der Familie" dieser Titel des Vortrages von François Geinoz, liess einige statistische, aufrüttelnde Berechnungen erahnen. Seit fast drei Jahrzehnten erlebe Europa eine demographische Revolution, derer langfristige Folgen meistens unterschätzt werden. Die Abnahme der Fruchtbarkeit, deutlich unterhalb des Geburtenausgleichs, verursache für die erste Hälfte des nächsten Jahrhunderts eine sozial und ökonomisch kaum tragbare Überalterung der Gesellschaft. Zudem leben immer mehr Menschen allein, bzw. abgekoppelt von ihrer Familie: die Heiratsziffer sei gesunken, die Scheidungsrate zugleich stark angestiegen. Ohne Zunahme der Geburtenrate und ohne genügend stabile Familien als Hauptvermittlerinnen von Werten sei das Überleben einer Gesellschaft existentiell gefährdet. Ob massive Immigration die Lage rein demographisch - wohl aber kaum kulturell - noch retten kann?
Dr. Niklaus Zwicky: Patiententestament statt Patientenverfügung
Anschliessend sprach Dr. Niklaus Zwicky über Sterbehilfe und Patientenverfügung. Dr. Niklaus Zwicky erläutert den Begriff Sterbehilfe folgendermassen: "Bei Sterbehilfe fragen wir uns: Handelt es sich um Hilfe beim Sterben oder Hilfe zum Sterben? Hilfe beim Sterben heisst Beistand leisten während des Sterbeprozesses, also Lebenshilfe im Sterben, während Hilfe zum Sterben Euthanasie bedeutet. Heute verstehen wir unter Euthanasie eine Handlung oder eine Unterlassung, welche mit Absicht den Tod eines Menschen herbeiführt, um das Leiden zu eliminieren. Statt das Leiden zu behandeln oder zu lindern, wird also der Träger des Leidens eliminiert. Dies geschieht auch auf besonders augenfällige Weise bei der Abtreibung behinderter Kinder nach entsprechendem Befund in der pränatalen Diagnostik". In der Patientenverfügung werde dagegen selbst über das eigene Leben verfügt, im Sinne einer Machbarkeits- und Wegwerfmentalität. Nicht mehr das Heil, sondern der Wille des Kranken sei höchstes Gesetz. "Der Begriff Verfügung", so fährt Dr. Zwicky fort, "ist zu absolut. Denn so wie wir von uns aus nichts zum Beginn unseres irdischen Daseins beitragen konnten, genauso können wir nichts bestimmtes über dessen Ende aussagen oder es gar vorprogrammieren". Der Referent empfiehlt anstelle einer Patientenverfügung, zum Schutze gegen Euthanasie, vielmehr ein Patiententestament.
Vereinigung Betroffenes Spital: Schweigen rettet keine Ungeborenen!
Einen sehr markanten Schluss unserer Tagung setzten die Vorträge von
Mitgliedern der Vereinigung Betroffenes Spital. Eine diplomierte Krankenschwester und
Hebamme sprach von "Abtreibungserfahrungen" während ihrer Tätigkeit in
verschiedenen Ländern vor dreissig Jahren, die sie selbst miterlebte. Erschütternd
erzählte sie von der traurigen Tatsache, dass Ungeborene und Neugeborene auch gegen den
Willen der Eltern von Ärzten getötet werden. Von Freiheit und Selbstbestimmung kann hier
keine Rede sein. Praktiziert wird dieses Töten hauptsächlich in China, in Russland, aber
auch in Ländern mit staatlicher Gesundheitsfürsorge. Eine heute tätige Hebamme erzählt
weiter: "Auf meine Frage als Hebammenschülerin an einen Oberarzt, wie er persönlich
Abtreibungen verkraften kann, meinte er: 'Wenn Sie weiterkommen wollen in Ihrem Leben und
Beruf, dann müssen sie von jetzt an etwas lernen und das ist Schweigen. Schweigen
Sie!'" Ein grosses Problem sei, dass das Medizinalpersonal zum grössten Teil
schweige und die Ungeborenen können nicht schreien. Todesurteile über ungeborene Kinder
werden in Gedanken, Diskussionen und Herzen gefällt. Im Spital sei dann nur noch der
Vollzug, legal, hygienisch, einwandfrei und erschreckend einfühlsam. Die Hebamme
berichtet von einer Spätabtreibung. Im Hintergrund klinge schöne Musik. Die Atmosphäre
sei andächtig, still, Mutter und Vater des abzutreibenden Kindes suchen zusammen einen
besonders schönen Namen für das Kind aus. Alles sei harmonisch. Die Frau meint, es sei
ein besonderes Kind, kein gewöhnliches. Es gehe jetzt einen anderen Weg. Der
Herztonschreiber ist ausgeschaltet. Er würde etwas aufzeigen, was diese Tötung ins
Stocken bringen könnte. Die Herztöne des Kindes, die Tatsache, das jetzt Leben
ausgelöscht wird. Zusammenfassend erklärt die letzte Referentin, eine Krankenschwester,
die frühere Brutalität bei Abtreibungen sei heute durch eine sanfte, verborgene, beinahe
mystifizierte Handlung ersetzt worden. Das Tötungsrecht enthalte automatisch auch einen
Tötungsauftrag, welcher in die Hände des Medizinalpersonals gelegt wird. Die Vortragende
fordert auf, unseren Auftrag wahrzunehmen, nämlich Licht zu sein, die Hoffnung auf die
Liebe Gottes aufleuchten zu lassen.
Ein herzlicher Dank für Ihre Unterstützung!
Zwischen und nach den Vorträgen fanden rege Diskussionen unter den
Eingeladenen statt. Zur Stärkung konnten sich unsere Gäste an einem wunderschönen,
herbstlichen Früchtebuffet bedienen. Im engeren Kreise wurde anschliessend das
HLI-Büro von Erzbischof Wolfgang und Father Richard Welch eingesegnet.
An dieser Stelle möchten wir allen ganz herzlich danken für die Unterstützung, das Beten und Mittragen und -arbeiten. Das Projekt Leben ist mit der Eröffnung des HLI-Sekretariates erst der Anfang für unser wichtiges Anliegen zum Schutz des menschlichen Lebens. Wir freuen uns auf jede noch so kleine Unterstützung und sind auf diese angewiesen in unserer Arbeit.
Anita Walser-Fraefel, Sekretariat HLI-Schweiz
Jugendseite:
Ein Lächeln für Gott
"Alexia - Un sourire pour
Dieu" (Ein Lächeln für Gott) so lautet der Titel eines Buches. Es ist die wahre
Geschichte
eines Mädchens, das an einem bösartigen Tumor erkrankt und 10 Monate später an Krebs
stirbt. Wie diese l4jährige mit ihrer Krankheit umgeht, ist unglaublich beeindruckend und
berührend: Wie sie nicht nur ihre Liebe zu Jesus in dieser Zeit bewahrt, sondern diese
Liebe immer tiefer und inniger erlebt und die Menschen ihrer Umgebung in diese Liebe
einbezieht.
Alexia González-Barros wurde am 7. März 1971 in Madrid geboren. Sie wurde von ihren
Eltern Francisco und Ramona als siebtes Kind im Glauben erzogen. Wie andere Mädchen in
ihrem Alter war sie eine begeisterte Schwimmerin, liebte das Radfahren und spielte
Tischtennis. Verschiedene Episoden im Buch zeigen, dass Alexia in ihrem Charakter und in
ihrer persönlichen Verbundenheit mit Jesus besonders gereift war.
Als die Regierung 1983 ein Gesetz vorbereitete, das die Abtreibung erleichtern sollte,
schrieb Alexia an mehrere Zeitungen. Eine veröffentlichte ihren Leserbrief: "Ich bin
12 Jahre alt und as siebente Kind meiner Eltern. Ich danke Gott, dass er mich in einer
Familie auf die Welt kommen liess, in der sich alle über meine Geburt gefreut haben. ...
Ich bitte die Frauen, ihre Kinder nicht zu töten, bitte, ... Bei uns in der Familie sind
sicher alle froh, so ein Kind, das nicht gewollt ist, aufzunehmen."
Im Frühjahr 1994 spürt Alexia estmals Schmerzen in der Schulter. Später stellen sich
bei der rechten Hand Koordinationsproblem ein. Bei einem medizinischen Untersuch wird ein
Bruch im Bereich der Halswirbel erkannt. Weil Lähmungserscheinungen auftreten, wird eine
Operation unumgänglich. Alexia holt sich davor Kraft im Gebet und bei der täglichen hl.
Kommunion. Sie freut sich, als sie erfährt, dass der Tag der Operation ein Samstag ist:
der Tag der Muttergottes. So fühlt sie sich beschützt. Bei der Operation wird ihr ein
Knochenstück aus der Hüft entnommen und in die Bruchstelle eingesetzt. Doch Arme und
Beine kann Alexia nach wie vor nur wenig bewegen. Vor allem in den Armen hat sie so starke
Schmerzen, dass sie kaum schlafen kann. Dennoch behält sie ihre gute Laune. Sie nimmt
sich vor, die Schmerzen Gott mit einem Lächeln darzubringen.
Alexias Zustand verbessert sich nicht. Im Gegenteil: Eines morgens sind Arme und Beine
vollständig gelähmt. Offenbar war ein Tumor übersehen worden. Um ihn zu entfernen,
musste sie sich einer weiteren Operation unterziehen. Eine Bekannte, die sie im Spital
besucht, erzählt von der Parlamentsdebatte über das Atreibungsgesetz. Spontan erklärt
Alexia, sie opfere die kommende Operation auf, damit das Gesetz nicht durchgehe. Es folgen
weitere Operationen, Chemotherapien mit allen Begleiterscheinungen. Bei all den
schmerzhaften Behandlungen bleibt sie bis zu ihrem Tod freundlich und ruhig, bedankt sich
für jeden kleinsten Handgriff. Sie bittet ihre Mutter, ihre Gebetsanliegen
aufzuschreiben, da sie nach der Hl. Kommunion nicht an alle und alles denken könne. Die
Liste ist lang: Familienangehörige, Angestellte des Spitals, Freundinnen, die nicht
getauften Kinder, Priester, Bischöfe und der Papst, die kranken Kinder und all die
Anliegen, von denen sie im Spital und ausserhalb erfahren hat. Für sie alle opfert sie
ihre Schmerzen auf.
Ein Arzt stellt fest, daß das gesamte Personal auf diesem Stockwerk durch das Beispiel
des Mädchens und durch die Ruhe, mit der Alexia sich auf den Tod vorbereitet, verändert
ist. Einige hätten ihr Leben neu überdacht. Eine nicht gläubige Schwester meint: ,,Ich
kann dieses Zimmer nicht mehr betreten, ohne tief ergriffen zu sein. Wie kann man mit
einer solchen Freude sterben?!" Viele der Angestellten und Kranken schauen bei ihr
vorbei. Sie verlassen sie gestärkt durch die einfache aber übernatürliche Haltung
dieses Mädchens, das für jeden ein liebes Wort hat. Nachdem sich ihr Zustand weiter
verschlimmert hat, empfängt sie auf eigenen Wunsch die Krankensalbung.
Familie, Ärzte und Krankenschwestern sowie der Seelsorger haben erschüttert Alexias
Abschied von dieser Welt beigewohnt. Tausende Menschen bitten sie seither um ihre
Fürsprache. Ein Mädchen aus Deutschland sprach aus, was viele denken: ,,Der Herr hat
Alexia zu Leid und Tod berufen, um anderen den Weg zu Gott zu weisen. Sie hat den rechten
Weg eingeschlagen, in dem sie Christus gefolgt ist, der ihr die Kraft, den Mut und die
Liebe gegeben hat, die uns Jungen von heute fehlen. Der Tod Alexias war nicht umsonst, ihr
bedingungloses Ja kann uns helfen zu erkennen, daß das Wesentliche wirklich Gott
ist..."
(Der Seligsprechungsprozess ist auf diözesaner Ebene abgeschlossen und in Rom im Gang.
Zusammenfassung aus: Vision 2000, Nr. 3/98, S. 12-14.)
Wenn Du Dich ziemlich klein und unwichtig fühlst ... Ein kleiner rechnerischer Rückblick in Deine Vergangenheit Beim nächsten Mal, wenn Du Dich ziemlich klein und unwichtig fühlst, versuche einen kleinen rechnerischen Kunstgriff, basierend auf der Tatsache, dass es zwei Menschen, nämlich Deine Eltern brauchte, damit Du jetzt hier bist. Beide Eltern haben wiederum zwei Elternteile. Also waren in der Generation vor Deiner Mutter und Deinem Vater vier Menschen, die einander Liebe schenkten und so zu Deiner Existenz beitrugen. Du bist die Frucht von 8 Urgrosseltern, 16 Ururgrosselten und 32 Urururgrosseltern usw. Fahr fort mit der Zahl zwei zu multiplizieren. Wenn Du einen Durchschnitt von ungefähr 25 Jahren zwischen jeder Generation annimmst, wirst Du entdecken, dass knappe 500 Jahre früher 1'048'576 Menschen auf diesem Planet mit Deiner Zeugung begonnen haben! |
News aus aller Welt - News aus aller Welt - News
Dank In-vitro-Fertilisation Drillinge gezeugt und dann abgetrieben!
In der medizinischen Zeitschrift 'Fertility & Sterilility' ist
über einen Fall berichtet worden, der zu denken geben muss. Eine 36jährige Frau, die
bereits durch Eispende und In-vitro-Fertilisation Mutter eines Sohnes geworden war,
entschied sich erneut für eine Behandlung. In einem speziellen klinischen Versuch erhielt
sie Embryonen, die aus vorher eingefrorenen Spendereizellen mit Spermien ihres Ehemannes
befruchtet worden waren. Fünf Embryonen wurden schliesslich transferiert. Nach acht
Wochen wurde mit Ultraschall eine Drillingsschwangerschaft festgestellt. Die Frau
entschied sich in der zehnten Woche die Schwangerschaft abzubrechen.
Kurz zusammengefasst: Zeugung um jeden Preis! Wenn dann das Glück mehrfach einschlägt,
wird abgetrieben - denn - mein Bauch gehört ja mir!
(Young E. et al., Triplet Pregnancy after Intracytoplasmic Sperm Injection of
Cryopreserved Oocytes: Case Report: Fertil Steril 70 (1998) 360-361.)
Altersvorsorge für Neugeborene: Genetischen Zwilling für spätere Gewebeverpflanzungen einfrieren
Britische Wissenschaftler arbeiten nach Presseberichten darauf hin, für jedes Neugeborene einen "genetischen Zwilling" im ersten Keimstadium zu schaffen. Ziel sei es geklonte Zellen eines Neugeborenen serienmässig einzufrieren, um für Krankheiten im späteren Leben Gewebe zur Verpflanzung entwickeln zu können. Nach Aussagen der Wissenschaftler ist es denkbar, dass die Technik in einigen Jahren angewendet werden könnte. Dazu müssten allerdings Gesetze angepasst werden, die zwar das "Reproduktive Klonen" verbieten, aber das "Therapeutische Klonen" erlauben sollten. Die andere Möglichkeit besteht darin, embryonale Stammzellen von Embryonen im Blastozyststadium zu entnehmen und bei Bedarf weiterzuentwickeln. Diese Technik kann in England jetzt schon angewendet werden, da dort der Embryo in den ersten 14 Tagen nicht geschützt ist.
(Connor S., Doctors plan 'genetic twin' for every child. Independet on Sunday, 8. Nov. 1998, www.independent.co.uk)
Niederlanden: Homosexuelle Paare sollen Kinder adoptieren können
Die Rechte von Homosexuellen sollen in den Niederländen weiter
gestärkt werden. Das Kabinett von Ministerpräsident Wim Kok hat am späten Freitagabend
einem Plan zugestimmt, wonach gleichgeschlechtliche Paare Kinder adoptieren dürfen.
Heiraten dürfen sie bereits seit Anfang des Jahres. Der Gesetzesentwurf soll dem
Parlament voraussichtlich Anfang 1999 vorgelegt werden, damit das entsprechende Gesetz bis
zum Jahr 2000 in Kraft treten kann. Bedingung sei, dass das Paar bereits seit drei Jahren
zusammenlebt und seit mindestens einem Jahr für das Kind sorgt. Eine Heirat sei nicht
erforderlich, sagte Kok. Die Adoptionsgenehmigung soll sich auf niederländische Kinder
beschränken, um nicht mit den Gesetzen anderer Staaten in Konflikt zu geraten. Ferner
befürchte man andernfalls, dass internationale Adoptionsagenturen dann möglicherweise
auch heterosexuellen niederländischen Eltern die Vermittlung verweigern würden. Im
Parlament wird mit breiter Zustimmung für die Vorlage gerechnet.
Dass homosexuelle Paare Kinder erziehen ist an sich leider nichts Neues. Gemäss einer
medizinischen Zeitschrift gibt es allein in Amerika 1,5 Millionen (!)
gleichgeschlechtliche Paare, die Kinder aufziehen.
(www. bluewin.ch/news/Kurzmeldungen vom 14. Nov. 1998 , vgl. Englert Y. Artificial Insemination of Single Woman and Lesbian Woman With Donor Semen. Artificial Insemination with Donor Semen: Particular Requests: Hum Reprod 9 (1994) 1969-1971.)
"Embryonen sterben leise wie Wälder und Meere." Diese
Worte des damaligen Innsbrucker Bischofs Reinhold Stecher waren 1989 die
"Inititialzündung für zahlreiche öffentliche Poteste" gegen die Zulassung der
Abtreibungspille. Der Name der Pille sei inzwischen geändert worden, "nicht ändern
wird sich hoffentlich der Wille zum Protest", schreibt Franz Stocker in der Tiroler
Kirchenzeitung "Kirche". Die Kirche solle erneut mit dem guten Beispiel
vorangehen. (Kathpress)
© 1998 Human Life International
Schweiz.