UNICEF hilft in der dritten Welt Krankheiten auszurotten Friday-Fax
23. Februar 2001
Vol 4, Nummer 10

Die UNICEF (the United Nations Children`s Fund) wurde zum grossen Teil dazu gegründet, um Krankheiten zu lindern, welche in den Reihen der Kindern wüteten, die während des Zweiten Weltkrieges lebten. Einige glauben, dass sich die UNICEF in den letzten Jahren von diesem Ziel abgewendet hat und sich nun vermehrt auf die Rechte der Kinder und die Förderung der Reproduktionsrechte der Frauen, welches gemäss WHO (World Health Organization) auch den Zugang zur Abtreibung beinhaltet, konzentriert. Was in dieser Debatte untergeht ist die fortdauernde Arbeit der UNICEF im Bereich der Kinderimpfung.

Seit einiger Zeit lief eine stille Revolution in der Weltgesundheitssorge ab. William Foege von der Emory Universität sagt, dass die "globale Abdeckung" mit der Impfung seit den 1970er Jahren von 10 auf über 75 Prozent zugenommen hat. Vor zwanzig Jahren bestätigten öffentliche Gesundheitsämter, dass die Pocken auf der Erde ausgerottet seien. Während den letzten zwölf Jahren arbeiteten UNICEF, die WHO und Rotary International daran, Polio auszurotten, und sie haben es beinahe geschafft.

Nord- und Südamerika wurden beide als Polio-frei bestätigt. In Europa hat nur die Türkei in den letzten Jahren einige Fälle gemeldet. Gemäss Foege hat sich die Polio nun auf einige Gebiete in Afghanistan, Bangladesh, India, Nepal und Pakistan in Asien, und Somalia und Sudan in West- und Zentralafrika zurückgezogen. Im letzten Jahr wurden auf der ganzen Welt nur 7`000 Fälle gemeldet. Dies ist auf eine intensive Anstrengung zurückzuführen. So wurden zum Beispiel in Indien an einem einzigen Tag 147 Millionen Kinder geimpft.

Trotzdem wüten noch viele anderen Krankheiten unter den Kindern in armen Ländern. Gemäss Foege werden in Entwicklungsländer ungefähr 30 Millionen Kinder nicht vor dem ersten Geburtstag geimpft. Jedes Jahr sterben mehr als 900`000 Kinder unter fünf Jahren an Masern, 200`000 an Tetanus, 370`000 an Keuchhusten und 50`000 an Tuberkulose. Doch sogar diese Bilanz hat sich verbessert. Gemäss UNICEF stieg der Anteil der gegen die sechs wichtigsten durch Impfung vorbeugbaren Krankheiten (Masern, Polio, Tetanus, Tuberkulose and Keuchhusten) geimpften Kinder von 10 Prozent in den späten Siebziger- zu annährernd 80 Prozent in den frühen Neunzigerjahren.

In den kommenden Jahren wird ein grosser Teil der Gelder für die Impfungen aus der Bill und Melinda Gates Stiftung kommen, welche 750 Millionen Dollar zum Aufbau des Global Fund for Children`s Vaccines (weltweiter Fond für die Kinderimpfung) gespendet hat. Pro- Life Verteidiger werden eine Ironie in der Spende von Gates sehen, da er ebenso auch International Planned Parenthood, die grösste abtreibungsfinanzierende Organisation der Welt, unterstützt. Es ist die selbe Ironie, die auch im engen Verhältnis von UNICEF mit UNFPA zu sehen ist. Und es ist das Problem von Gruppen und Agenturen, die in widersprüchlichen Gebieten arbeiten. Einerseits ist es eine sehr wichtige Arbeit, die geleistet werden muss, Kinder von tödlichen Krankheiten zu retten. Anderseits vergrössert die Förderung von "Reproduktionsrechten" nicht nur die Zahl der Abtreibungen, sondern sie verschmutzt auch die sonst gute Arbeit. Bill Gates wird dieses Problem haben. UNICEF hat es bereits jetzt.


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Übersetzt von Rachel Ziegler, HLI-Schweiz

   
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