Delegierter aus Nicaragua wegen familienfreundlicher Ansicht gefeuert Friday-Fax
2. März 2001
Vol 4, Nummer 11

Max Padilla, ein ehemaliger Kabinetsoffizier aus Nicaragua, bereiste diese Woche Washington DC und erzählte Politikmachern, dass er wegen seiner konservativen Ansicht über Abtreibung und Familienangelegenheiten von seiner Aufgabe als Vorsitzender des Familienministeriums gefeuert worden sei.

Padilla, der dem Präsident von Nicaragua unterstand, wurde kritisiert als er die nicaraguanische Delegation zu den beiden Konferenzen, den Rückblick auf die Kairo Konferenz über Bevölkerung und Entwicklung (Kairo 5+) und den Rückblick auf die Peking Frauen Konferenz (Peking 5+), führte. An beiden Konferenzen vertraten Padilla und sein Kollege Elida Solorzano sehr bestimmt eine Position, welche bei der Clinton Administration, der Europäischen Union und radikalen nichtstaatlichen Organisationen nicht beliebt war.

Es war an Kairo 5+ und an Peking 5+, wo westliche Staaten versuchten, den Zugang zur Abtreibung zu erweitern, die Familie neu zu definieren, so dass sie homosexuelle Paare einschliesst und die Geschlechter (engl. "gender": meint die Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Im Gegensatz dazu "sex": biologisches Geschlecht) "männlich und weiblich" zu einem "sozialen Konstrukt" zu definieren, das beliebig geändert werden kann. Nicaragua unterstützte, geführt von Padilla und mit Instruktionen von seinem Präsident, aktiv den Widerstand zu diesen Versuchen. Für seine Arbeit wurde Nicaragua von den führenden Medien als ein Mitglied der "unheiligen Allianz" zwischen katholischen und muslimischen Staaten bezeichnet.

Die Sache wurde für Padilla heiss, als er vor der Schlusssession des Peking 5+ im letzten Frühling unter Beschuss der skandinavischen Regierungen kam. Zu dieser Zeit war Nicaragua in Verhandlung, um als "hoch verschuldetes Land" zu gelten, damit seine Schulden entweder eliminiert oder neu strukturiert werden. Nach der Verwüstung durch den Orkan Mitch kam Nicaragua in eine untragbare finanzielle Lage. Die "Spender Länder" Norwegen, Schweden, Dänemark, Finnland und andere verlangten von Padilla die Definition von Geschlecht in seiner Regierung so zu ändern, dass es nur ein soziales Konstrukt sei. Sie drohten mit dem Rückzug von vielen Millionen der dringend benötigten finanziellen Hilfe, wenn Padilla ihrer Forderung nicht nachkomme. [Es wurde berichtet, dass zur selben Zeit auch UNFPA (the United Nations Population Fund) Nicaragua wegen seiner Position an UN-Konferenzen mit dem Verlust von 1 Million Dollar drohte.]

Im Januar 2000 wurde Padilla in einem Brief von sieben skandinavischen Botschaftern wegen seiner Weigerung die Definition von Geschlecht (engl. "gender") zu ändern zur Rede gestellt. Die Botschafter beharrten darauf, dass die Peking Plattform den Auftrag zur Änderung der Definition gegeben habe. [Nicaragua hat die Peking Plattform für Handlung unterschrieben, aber mit formalen Vorbehalt.] Die Botschafter haben entweder gelogen oder sie waren falsch informiert, denn im Anhang 4 aus der Peking Plattform für die Handlung steht ausdrücklich, dass "Geschlecht (engl. "gender") so interpretiert und verstanden werden soll, wie es in gewönlichem, generell akzeptiertem Gebrauch gemeint ist."

Padilla weigerte sich, die geforderten Aenderungen zu machen und wurde im letzten Frühling vom nicaruaganischen Präsident gefeuert. Innerhalb von Wochen wurde auch Solorzano gefeuert. Padilla`s Geschichte zirkulierte während Wochen in Pro-Familien Kreisen. Diese Woche erzählte Padilla, unterstützt von Focus on the Family, the Heritage Foundation und dem Family Research Council, seine Geschichte Mitgliedern des Kongresses der Bush Administration und anderen Politikmachern. "Padilla ist ein Volksheld", sagte ein Beobachter. "Seine Geschichte verdient es, auf der ganzen Welt erzählt zu werden."


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Übersetzt von Rachel Ziegler, HLI-Schweiz

   
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