Präimplantationsdiagnostik für gewünschte Augenfarbe

Gemäss einer US-Klinik sind 70% aller Paare, die sich einer PID unterziehen, effektiv fruchtbar. Sie wollen diese Technik nur, weil sie ein Kind mit einem bestimmten Geschlecht wollen. Die Klinikkette namens The Fertility Institutes mit der Webseite www.fertility-docs.com bietet auch in Mexiko und Indien ihre Dienste inkl. Leihmutterschaft für Homosexuelle an. Dr. Jeffrey Steinberg, der Gründer der Klinikkette und Direktor, plädiert offen für die genetische Auswahl der Embryonen. Er bietet sogar die Wahl der Augenfarbe an. Dazu müssen Mann und Frau je eine Blutprobe und ein Foto ihrer Augen zustellen. Mit der genetischen Untersuchung wird danach festgestellt, ob Mann und Frau tatsächlich Träger jener Gene sind, die für die gewünschte Augenfarbe verantwortlich sind. Ist das der Fall, werden die entsprechenden Embryonen mittels Präimplantationsdiagnostik mit der gewünschten Augenfarbe ausgelesen.  Mit der hochpräzisen und selektiven Screening-Technologie werde eine Präzision von 90-95% erreicht, heisst es auf der Webseite. Man darf gespannt sein, wie lange es dauert, bis auch Schweizer Reproduktionsmediziner auf die irrige Idee kommen werden, entsprechende Wünsche erfüllen zu wollen.