Covid-19-Impfung

(21.12.2020, aktualisiert 28.1.2021) Swissmedic teilte am 19.12.2020 mit, dass der Impfstoff von Pfizer/BioNTech gegen COVID-19 in der Schweiz im Rahmen einer „rollenden Begutachtung“ zugelassen ist. End Dezember 2020 sind in der Schweiz bereits Personen, die ab 16 Jahre alt sind, damit geimpft worden. Zu beachten ist, das sie mit einem Abstand von 17-21 Tagen zwei Impfdosen erhalten. Nach derzeitigem Kenntnisstand schützt die Impfung nur vor einer Erkrankung. Ob das Virus trotz Impfung weitergegeben wird, ist noch zu wenig untersucht worden.

HLI-Schweiz beobachtet fortlaufend die Informationen, die zu in der Schweiz verwendeten Impfstoffen erhältlich sind. Zunächst die gute Nachricht. Der Impfstoff von Pfizer/BioNTech wurde nicht aus Zelllinien aus abgetriebenen Föten hergestellt. Allerdings handelt es sich um eine völlig neue Impfstoffklasse mit einem gentechnischen Verfahren, das bisher noch nie beim Menschen angewandt wurde. Es ist ratsam, vorerst weitere Ergebnisse über die Folgen der Impfung abzuwarten.

Genesene mit SARS-CoV-2 infizierte Personen: Laut einer Untersuchung, die im renommierten Magazin Science publiziert wurde, sollen diese Personen während 5 bis 8 Monaten gegen eine erneute Infizierung durch das Coronavirus immun sein. Eine Impfung drängt sich somit wenigstens im Zeitraum bis zu fünf Monaten nach der Infektion für diese Personengruppe nicht auf.

Keine moralische Verpflichtung, sich impfen zu lassen

Die Glaubenskongregation hat am 20.12.2020 in einer Note (siehe Nr. 5) mit ausdrücklicher Billigung von Papst Franziskus erklärt, „dass die Impfung in der Regel keine moralische Verpflichtung ist und daher freiwillig sein muss. […] Diejenigen, die eine Impfung aus Gewissensgründen ablehnen, müssen sich darum bemühen, mit anderen Mitteln und Verhaltensweisen zu vermeiden, dass sie zu Überträgern des Virus werden.“

Nebenwirkungen / Ausschlusskriterien betreffend Pfizer/BioNTech-Impfstoff

Schwangere Frauen, Frauen vor einer Schwangerschaft: Die britische Regierung hat unterdessen empfohlen, dass schwangere Frauen den kürzlich von Pfizer zugelassenen Impfstoff nicht erhalten sollten und für zwei Monate nach der Impfung eine Schwangerschaft vermeiden sollten.

Allergiker: Die große klinische Studie, die zur Unterstützung der Impfstoffzulassung  verwendet wurde, schloss Personen mit einer „Vorgeschichte einer schweren unerwünschten Reaktion im Zusammenhang mit dem Impfstoff und/oder einer schweren allergischen Reaktion (z. B. Anaphylaxie) auf eine Komponente der Studienmedikation“ aus.
Bei den zwei Personen in Grossbritannien, die einen allergischen Schock nach der Impfung erlitten, wird eine Reaktion auf den Inhaltsstoff Polyethylenglykol (PEG) vermutet. PEG kommt in Medikamenten und kosmetischen Produkten häufig vor und gilt als „verstecktes Allergen“.
Daher sollten nicht nur Personen, die auf Impfstoffe allergisch sind, sondern prinzipiell alle Personen mit einer Vorgeschichte einer schweren allergischen Reaktion vorerst auf eine Impfung verzichten.

Gebrechliche alte Patienten: Die norwegische Arzneimittelbehörde hat laut Medienberichten aufgrund von 13 Todesfällen nach Nebenwirkungen der kurz zuvor durchgeführten Impfungen ihre Impfempfehlung geändert. Alle Todesfälle ereigneten sich bei gebrechlichen, alten Patienten in Pflegeheimen. Alle sind laut der Arzneimittelbehörde über 80 Jahre alt und einige über 90 Jahre alt.

Vorbehalte gegen den Impfstoff von Moderna

Gegenüber dem in der Schweiz am 12. Januar 2021 von Swissmedic zugelassenen Impfstoff von Moderna sind einige Vorbehalte zu machen. Er gehört ebenso zur neuen Impfstoffklasse mit einem gentechnischen Verfahren wieder Impfstoff von Pfizer/BioNTech. Allerdings soll laut Lifesitenews die Zelllinie HEK 293 aus einem abgetriebenen Fetus ausgiebig für die Erforschung, die Entwicklung, die Produktion und die Tests des neuen Impfstoffes gegen COVID-19 verwendet worden sein.

Bei der Studie, auf deren Basis durch die FDA die Notzulassung des Impfstoffes von Moderna erfolgte, sollen teilweise gravierende Nebenwirkungen aufgetreten sein. Allein schon aus diesem Grund ist es ratsam, vorerst weitere Ergebnisse über die Folgen der Impfung abzuwarten.

Kategorische Ablehnung der Impfstoffe von AstraZeneca und Johnson&Johnson

Die momentan in der Schweiz noch nicht zugelassenen Impfstoffe von AstraZeneca und Johnson&Johnson sind mit Zelllinien aus abgetriebenen Föten hergestellt worden. Da voraussichtlich eine Ausweichmöglichkeit besteht, sollte man sich aus ethischen Gründen nicht mit diesen Impfstoffen impfen lassen (vgl. Dignitas personae Nr. 35). Die Schweiz hat im Oktober einen Liefervertrag mit AstraZeneca abgeschlossen!

Quellen, neueste zu oberst:

Geinitz C., Heer T., Lindner R., Dämpfer für BioNTech, FAZ vom 15.01.2021

Die Norwegische Arzneimittelbehörde hat 13 Todesfälle untersucht, die möglicherweise mit dem Coronaimpfstoff von Pfizer/BioNTech zusammenhängen. Allen Verstorbenen ist gemeinsam, dass sie alt und gebrechlich waren. Originalartikel: https://www.fvn.no/norge%20og%20verden/i/Qm51Lx/legemiddelverket-knytter-13-doedsfall-til-bivirkninger-av-vaksinen vom 14.01.2021

Swissmedic, Swissmedic erteilt die Zulassung für den Covid-19 Impfstoff von Moderna. 12.01.2021

Dan M.J. et al., Immunological memory to SARS-CoV-2 assessed for up to 8 months after infection. Science vom 6.1.2021, DOI: 10.1126/science.abf4063.

Swissmedic, Swissmedic erteilt Zulassung für den ersten Covid-19-Impfstoff in der Schweiz. Medienmitteilung vom 19.12.2020

CDC, COVID-19 Vaccines and Severe Allergic Reactions. 19.12.2020

Stellungnahme der deutschen allergologischen Gesellschaften AeDA (Ärzteverband Deutscher Allergologen), DGAKI (Deutsche Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie), GPA (Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin), Schwere allergische Reaktionen nach COVID-19-Impfung mit dem Impfstoff von Pfizer/BioNTech in Großbritannien. 17.12.2020

BAG, Coronavirus: Impfung. Siehe: Reservationsverträge mit Impfstoffherstellern

Charlotte Lozier Institute: Analysis of COVID-19 Vaccine Candidates

CDC (Centers for Disease Control and Prevention der USA)

Interim Clinical Considerations for Use of mRNA COVID-19 Vaccines Currently Authorized in the United States (6.01.2021)

COVID-19 ACIP Vaccine Recommendations (22.12.2020)

Moderna

The Advisory Committee on Immunization Practices’ Interim Recommendation for Use of Moderna COVID-19 Vaccine — United States, December 2020

Local Reactions, Systemic Reactions, Adverse Events, and Serious Adverse Events: Moderna COVID-19 Vaccine (20.12.2020)

Pfizer-BioNTech

The Advisory Committee on Immunization Practices’ Interim Recommendation for Use of Pfizer-BioNTech COVID-19 Vaccine — United States, December 2020.

Interim Clinical Considerations for Use of Pfizer-BioNTech COVID-19 Vaccine (14.12.2020)

Local Reactions, Systemic Reactions, Adverse Events, and Serious Adverse Events: Pfizer-BioNTech COVID-19 Vaccine (13.12.2020)

Grading of Recommendations, Assessment, Development, and Evaluation (GRADE): Pfizer-BioNTech COVID-19 Vaccine (11.12.2020)

Kongregation für die Glaubenslehre, Instruktion Dignitas personae (2008) Nr. 35.

Durch die weitere Nutzung dieser Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen