Tagung 2017

Fatale Tendenz:
Von der Palliative Care über den assistierten Suizid bis zur Euthanasie

In der Schweiz besteht zunehmend die Tendenz, einen Automatismus zwischen Palliative Care und assistiertem Suizid zu konstruieren, obwohl beide per se nichts miteinander zu tun haben. Das ärztliche Handeln am Lebensende wird durch eine Verabsolutierung der Patientenautonomie immer mehr instrumentalisiert bis hin zu ethisch verwerflichen Handlungen wie die Tötung auf Verlangen. In diesem Umfeld gerät die Glaubens- und Gewissensfreiheit der Ärzteschaft wie auch des Pflegepersonals zunehmend unter die Räder. Bei unserer Tagung haben wir eine Situationsanalyse vorgenommen und uns gefragt, wie wir eine Trendumkehr hin zu einer lebensbejahenden und menschenwürdigen Sterbekultur bewerkstelligen können.

Samstag 25. März 2017, 10.00-16.30 Uhr
Gastort: Pfarrei St. Anton,
Neptunstrasse 70, 8032 Zürich

 

Im Nachgang zur Tagung stehen nun alle Referate bzw. Präsentationen online zur Verfügung.


hl. Messe in der Krypta der Kirche St. Anton: Einführung und Predigt


Begrüssung mit Klarstellung durch Domherr Dr. Roland Graf, Präsident a.i. von HLI-Schweiz


Sr. Elisabeth Müggler

«Wachen und Begleiten (Verein wabe) kranker, dementer und sterbender Menschen aus christlicher Perspektive»
(Präsentation –  Referat)

Den Anfang unserer Tagung haben wir mit einem ganz positiven Referat begonnen. Sr. Elisabeth Müggler ist seit über 50 Jahren Ingenbohler Ordensfrau, ursprünglich Pflegefachfrau, Gerontologin. Sie wirkt als Altersseelsorgerin (Laientheologin). Sie ist über 30 Jahre in der Ausbildung angehender Pflegefachfrauen tätig. Sie hat den Verein wabe «Wachen und Begleiten gegründet. Ihr Hauptanliegen ist: Menschen so zu begleiten, dass sie in Einklang mit sich, mit der Umwelt und mit Gott in die Ewigkeit gehen dürfen.

www.wabe-limmattal.ch/leitgedanken/verein/

 

 


lic. iur & theol. Niklaus Herzoglic. iur & theol. Niklaus Herzog

«Assistierter Suizid in Altersheimen – Selbstbestimmungsrecht vs. Religionsfreiheit»
(Referat)

Bis vor kurzem war Niklaus Herzog Geschäftsführer der Kantonalen Ethikkommission Zürich. Er ist Theologe und Jurist. Er war Notar beim Interdiözesanen Gericht der Schweizer Bischofskonferenz (1986 –1990) und Geschäftsführer der Katholischen Presseagentur KIPA sowie des Schweizerischen Katholischen Pressevereins. Von 1994 –1998 Chefredaktor der Menschenrechtsorganisation Christian Solidarity International. Niklaus Herzog hat sich auf unseren Wunsch mit dem Bundesgerichtsentscheid befasst, der die Heilsarmee zwingt, aufgrund des kantonalen Gesetzes, Beihilfe zum Suizid in ihren Räumlichkeiten zuzulassen.

 

 


Dr. med. Peter Ryser-DüblinDr. med. Peter Ryser-Düblin

«Ärztliches Handeln am Lebensende – von der palliativen Pflege bis zur Organtransplantation nach Euthanasie»
(PräsentationReferat)

Peter Ryser-Dublin ist Spezialarzt für Innere Medizin FMH. Nach Führen einer Landarztpraxis wechselte er zur versicherungsmedizinischen Tätigkeit, zuletzt als Vertrauensarzt für verschiedene Krankenversicherer. In den letzten 10 Jahren besuchte er moraltheologischer und philosophischer Vorlesungen in Fribourg. In dieser Zeit widmete er sich mit grossem Interesse bioethischen Fragestellungen, vor allem im Rahmen von HLI Schweiz und der Vereinigung Katholischer Ärzte der Schweiz.

 

 

 


Alex SchadenbergAlex Schadenberg (in Englisch, Simultanübersetzung auf Deutsch):

«Tendenzen beim assistierten Suizid und der aktiven Euthanasie weltweit, ein Überblick. Was dient der Prävention?»
(PräsentationReferat)

Alex Schadenberg ist Historiker und hat Studien in Bioethik absolviert. Seit Juli 1999 ist er Mitbegründer und Direktor der Euthanasie-Prevention Coalition (EPC). Er ist zudem Vorsitzender von EPC-International, November 2007. Er hat zum Thema Euthanasie zahlreiche Artikel in Zeitungen und Fachzeitschriftenbveröffentlicht. Zudem hat er mehrere Videos produziert, z.B. „Turning the Tide“. Buch mit dem Titel „Exposing Vulnerable People“ in mehreren Auflagen. Er führt zum Thema den weltweit am meisten beachteten Blog : www.alexschadenberg.blogspot.com. Vortragsreisen führten ihn nach Australien, Belgien, Schottland, Neuseeland, Schweiz, Italien sowie in viele US-Bundesstaaten. Vorträge und Organisation von zahlreichen Kongressen und internat. Veranstaltungen. Er nahm auch an öffentliche Debatten mit führenden Vertretern des Pro-Euthanasie Lagers teil.

Euthanasia Prevention Coalition


Moderiertes Podiumsgespräch mit allen Referenten und Publikumsfragen


 

1 Kommentar

  1. RG (Beitrags-Autor)

    Gern nehmen wir Rückmeldungen zu unserer Tagung entgegen, sofern diese sich an die in Internetforen übliche „Netikette“ halten.

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